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Beachvolley:Neuer Anlauf der Lacigas

Der fliegende Paul Laciga möchte endlich mal Weltmeister werden. Keystone

Mit fünf Equipen und damit der bislang grössten Delegation ist das Schweizer Beachvolleyball von Mittwoch bis Sonntag an der WM in Klagenfurt und Umgebung vertreten. Zu den Mitfavoriten zählen einmal mehr die Gebrüder Laciga, die vor zwei Jahren in Marseille die Silbermedaille gewannen.

Bei den Männern dürfen aber auch Stefan Heuscher/Patrick Kobel und Markus Egger/Sascha Heyer auf einen Exploit hoffen. Im Frauenfeld sind, mit allerdings geringeren Chancen, Karin Trüssel/Denise Kölliker und Nicole Benoît/Simone Kuhn am Start.

Die Lacigas haben heuer mit konstanten Ergebnissen bewiesen, dass die Olympia-Enttäuschung (Viertelfinal-Out nach deutlicher Führung gegen die Portugiesen Maia/Brenha) keine mentalen Furchen hinterlassen hat. Im Gegenteil: Sie kommen mit den Regeländerungen – Feldverkleinerung und Einführung des Rally-Point-Systems – gut zuecht, sind stets die Nummer eins oder zwei der Weltrangliste und erreichten in den ersten vier Turnieren immer den Final, mit dem Schönheitsfehler, dass im Showdown jeweils Niederlagen resultierten.

Mit «gewohntem» Ausgang.

Habt Ihr Euch den Sieg für die WM aufgespart, Martin Laciga? «Das wäre schön. Ich hoffe einfach, dass wir so spielen wie während der ganzen Saison. Und wenn der Beachvolleyball-Gott einmal etwas Glück in die Schweiz schickt, dann ist alles möglich». Der jüngere Bruder rechnet allerdings mit einer schweren Aufgabe: «Es wird ein nervöses Turnier, da nach ’single elimination‘ gespielt wird.»

Tatsächlich wird bei den Titelkämpfen einal mehr nach einem gegenüber der World Tour veränderten Modus gespielt. Je 48 Teams sind direkt in den Haupt-Tableaux und in Dreier-Gruppen eingeteilt, die Qualifikation fällt weg.

Nach den Round-Robin-Gruppenspielen scheidet der Letzte aus, die anderen beiden erreichen die Sechzehntelfinals, von da an geht es im Cup-System weiter, ein Ausrutscher ist nicht mehr erlaubt.

Heuscher/Kobel und Egger/Heyer im Aufwind

Das Schweizer Beachvolleyball besteht aber längst nicht mehr nur aus den beiden Pionieren. Erstmals haben sich heuer auch mit Heuscher/Kobel und Egger/Heyer jene Teams auf Weltniveau Respekt verschafft, die voraussichtlich den zweiten Olympia-Startplatz für Athen 2004 unter sich ausmachen werden.

Hauptfavoriten neben den Kerzersern sind Paare, die nach Olympia neues Partnerglück suchten und fanden. Speziell sind dies die Argentinier Baracetti/Conde – hervorgegangen aus Salema/Baracetti und Martinez/Conde – sowie die Brasilianer Emmanuel/Tande (aus Emmanuel/Loiola und Giovane/Tande) und Ricardo/Loiola (aus Ze Marco/Ricardo und Emmanuel/Loiola). Nicht zu unterschätzen sind auch die überraschenden Olympiasieger Blanton/Fonoimoana (USA).

swissinfo und Marco Keller (si)

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