Beleidigendes aus dem Bundesamt für Polizei
Ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Polizei (BAP) muss seinen Arbeitsplatz räumen. Von diesem aus hatte er eine E-Mail versandt, in welchem er sich in beleidigender Weise zum jugendlichen Globalisierungsgegner äusserte, der in Genua starb.
Der Mitarbeiter gestand im Rahmen einer administrativen Voruntersuchung, die E-Mail an ein deutsches Webportal verschickt zu haben, wie das BAP am Freitagabend mitteilte.
Der Mitarbeiter werde per sofort bis zum Abschluss des Disziplinarverfahrens von seiner Tätigkeit suspendiert, hiess es weiter. Er arbeitet als Fachbeamter der Verwaltungspolizei im Dienst für Analyse und Prävention, ist aber weder im operativen noch im analytischen Bereich des Staatsschutzes tätig.
Das Bundesamt für Polizei distanziert sich in aller Form vom Vorgehen seines Mitarbeiters und bedauerte den Vorfall. Der Fehlbare habe bei der Befragung sein Vorgehen bedauert.
Bei den Antiglobalisierungs-Demonstrationen gegen den G-8-Gipfel in Genua war im Juli ein jugendlicher Italiener bei einer Auseinandersetzung mit der Polizei erschossen worden.
swissinfo und Agenturen
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