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Brasilianische Leidenschaft – naiv gesehen

Beifall für eine Capoeira-Gruppe. Marcos André Pinto

Eine Ausstellung mit naiver Kunst am olympischen Museum in Lausanne zeigt die überschwängliche Liebe Brasiliens zum Sport.

Die Ausstellung läuft unter dem Titel «Mit Farbe spielen – Sport gesehen mit den Augen brasilianischer naiver Künstler».

Die Künstler, die ihre Arbeiten zeigen, haben so unterschiedliche Berufe wie Hausfrau, Polizist, Zugführer oder Maschinenschreiber. Was sie verbindet ist die Leidenschaft für das Malen, ohne es formal studiert zu haben.

Sie verwenden alle vibrierende Farben und malen auf eine Art, die der französische Dichter Guillaume Apollinaire die «wundervoll genaue Ungeschicktheit» der naiven Kunst genannt hat.

Bei Brasiliens Liebe zum Sports kann nicht verwundern, dass die Künstler ganz typische brasilianische Freizeitvergnügen wie Fußball, capoeira (Tanzform ähnlich den asiatischen Kampfsportarten) und Beachvolleyball als ihre Themen gewählt haben. Auch Segeln, Schwimmen und Reiten werden dargestellt.

Die Arbeiten sind vom Internationalen Museum der naiven Kunst in Rio de Janeiro ausgeliehen worden. Es handelt sich bei diesem Museum um das wohl beste Museum für naive Kunst überhaupt. Es besitzt 8000 Bilder aus aller Welt, die bis ins 15. Jahrhundert zurückdatieren.

swissinfo

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