Curling: Silber und Bronze für die Schweiz
An der Curling-EM in Finnland verlor das Männerteam von Biel-Touring gegen Schweden. Die Bernerinnen gewannen das Spiel um Platz 3 gegen Deutschland.
Im Männerfinal zwischen der Schweizern und den Schweden überwog Vorsicht die Risiko-Bereitschaft: Beide Teams zeigten ein hohes Niveau und hatten genügend Respekt voreinander, um sich keine Fehler zu erlauben.
Schweden mit etwas mehr Glück
Die Entscheidung fiel erst mit dem allerletzten Versuch: Der schwedische Skip Peter Lindholm benötigte dabei noch viel Glück, dass sein Stein um zwei, drei Zentimeter besser zu liegen kam als der Schweizer Stein.
Auch in einigen vorangegangenen Ends schlug sich das Glück in heiklen Situationen eher auf die Seite der Skandinavier.
Der Erfolg über die Schweizer brachte die Schweden auf eine Bilanz von 9:2 Siegen, die Schweizer zählten 8:3.
Starke Schweizer…
Hätten die Bieler gewonnen, so wäre dies der erste EM-Titel eines Schweizer Männerteams seit 15 Jahren gewesen. Aber auch so lässt sich ihr Abschneiden auf internationalem Eis in den vergangenen 12 Monaten sehen: An zwei EM und einer WM erreichten sie immer die Medaillenspiele.
… mit Konstanz
In Finnland zeigten sie dermassen konstante Leistungen, dass Coach Roland Moser keine Änderungen vornehmen musste. Das ganze Turnier spielten seine Mannen in der Besetzung mit Damian Grichting (Lead), Markus Eggler (Second), Christof Schwaller (Third) und Andreas Schwaller.
Bernerinnen bereit für Olympia
Auch die Schweizer Frauen waren erfolgreich: Das Team von Skip Luzia Ebnöther besiegte Deutschland im Spiel um Platz 3 mit 8:7.
Die Entscheidung fiel äusserst knapp: Die Deutsche Andrea Schöpp verpasste den Sieg mit ihrem letzten Stein im 10. End, worauf Luzia Ebnöther im Zusatzend starke Nerven zeigte und den nötigen Punkt mit einem abschliessenden Take-out sicher stellte.
Mit diesem dritten aufeinander folgenden Medaillengewinn an grossen Turnieren haben die Berner Curlerinnen bewiesen, dass sie für die Olympischen Spiele die richtige Wahl sind und sie sich in ausgezeichneter Form befinden.
Harte Konkurrentinnen
Klar wurde in Finnland aber auch, dass die besten fünf europäischen Frauenteams – Schweden, Schweiz, Dänemark, Deutschland, Norwegen – bei der Leistung sehr nahe beieinander liegen.
Die Schweizerinnen brachten die WM-Zweiten und neuen Europameisterinnen aus Schweden (Anette Norberg) sowohl in der Vorrunde als auch im Halbfinal an den Rand einer Niederlage.
swissinfo und Agenturen
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