Deutliche Zunahme der Asylgesuche
Letztes Jahr ist die Zahl der neu eingereichten Asylgesuche wieder gestiegen. Rückkehrer gab es weniger als im Vorjahr.
Mit 20’633 Gesuchen wurden 3052 oder 17,2% Asylgesuche mehr eingereicht als im Jahr 2000. Die Zahlen bewegen sich wieder auf dem Niveau von Mitte der 90-er Jahre.
Im Vorjahr 2000 war die Zahl der neu eingereichten Gesuche mit 17’611 so niedrig wie seit 1995 nicht mehr. Im Rekordjahr 1999 wurden 46’068 neue Gesuche eingereicht, 1998 waren es 41’302. Auch in den Jahren 1991 und 1990 wurden mit 41’629 bzw. 35’836 viele neue Asylgesuche eingereicht.
Massiv weniger Rückkehrer
Massiv gesunken ist 2001 die Zahl der Abgänge, wie das Bundsamt für Flüchtlinge (BFF) am Dienstag mitteilte. Letztes Jahr wurden 15’823 (-67,7%) Abgänge registriert. 2000 waren noch rund 49’000 Abgänge registriert worden. Dies ist allerdings im Zusammenhang mit dem Rückkehr-Programm nach Kosovo zu sehen.
Von den 15’823 Personen reisten 3415 pflichtgemäss aus. 1818 wurden in ihren Heimatstaat, 457 in einen Drittstaat ausgeschafft. 8725 Personen fallen unter die Kategorie unkontrollierte Ausreise.
Jugoslawien immer noch an der Spitze
An der Spitze der neu eingereichten Asylgesuche standen auch im vergangenen Jahre solche von Personen aus der Bundesrepublik Jugoslawien, mit 3425 Gesuchen. 1960 Gesuche stammten von Personen aus der Türkei, 1230 aus Bosnien und Herzegowina und 1201 aus dem Irak.
Behandelt hat das BFF letztes Jahr 21’963 Asylgesuche, 42,7% weniger als 2000. Ende 2001 waren in der Schweiz 98’363 (-5,2%) Personen aus dem Asylbereich registriert. 36’052 (- 11,7%) waren Asylsuchende, 30’734 (-4,3%) vorläufig Aufgenommene und 26’577 (+4,1%) anerkannte Flüchtlinge.
swissinfo und Agenturen
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