Die ZSC Lions erzwingen ein siebtes Spiel
Die Schweizer Eishockey-Meisterschaft wird am Samstag (07.04.) in Lugano erst im 316. und letzten NLA-Spiel der Saison entschieden. Die ZSC Lions gewannen das sechste Finalspiel gegen Lugano 5:1 und schafften in der Best-of-7-Serie, in der sie einst 1:3 zurücklagen, den 3:3-Ausgleich.
Der Sieg der ZSC Lions war hochverdient. Bis zum 5:0 nach 25 Minuten war die Partie im Zürcher Hallenstadion einer der einseitigeren Finals in der Geschichte des Schweizer Eishockey. Die Lions dominierten in allen Belangen und hätten sogar noch höher führen können. Stark spielte erneut der Schwede Morgan Samuelsson, der erst zum zweiten Mal im Final für Patrick Lebeau zum Einsatz kam.
Samuelsson bereitete Michel Zeiters 2:0 vor und erzielte das 3:0, wobei bei diesem Tor Lugano-Verteidiger Mark Astley die Scheibe ins eigene Tor lenkte. Nicht nur wegen dieser Szenen war Samuelsson herausragend. Der Schwede, der den ZSC vor einer guten Woche mitten im Playoff vorzeitig hatte verlassen wollen, trieb die Lions in der Anfangsphase vorwärts.
Das erneut wegweisende Führungstor hatte in der 7. Minute «Oldie» Christian Weber nach starker Vorarbeit von Mathias Seger erzielt. Für Weber war es das erste Tor seit dem Comeback vor einem Monat.
Lugano keine Chance
Lugano fand im «Hexenkessel» Hallenstadion nie ins Spiel. Bis zu Jean-Jacques Aeschlimanns 1:5 hatte Savage in der 5. Minute eine einzige Chance gehabt. In der 33. Minute wurde ein Treffer von Flavien Conne wohl fälschlicherweise annulliert. Aber auch das 2:5 hätte in dieser Phase Lugano kaum noch ins Spiel zurück geholfen.
Alles entscheidendes Spiel am Samstag
Am Samstag wird Lugano trotz des Heimspiels in der Resega nicht mehr im Vorteil sein. Für Lugano spricht höchstens noch die Tatsache, dass sie die ersten beiden Finals, die Ref Bertolotti leitete, jeweils gewannen (Spiele 1 und 4). Ausserdem wird Trainer Jim Koleff wieder sein gesamtes Kader zur Verfügung haben. Aggressivleader Misko Antisin kehrt im Gegensatz zu Dan Hodgson in die Mannschaft zurück.
Die ZSC Lions tun trotz der starken Leistungen dieser Woche gut daran, auf dem Boden zu bleiben. Ohne die schlechten Leistungen beim 1:4 in Spiel 3 und beim 0:4 in Spiel 4 wären die Eishockey-Galas dieser Woche kaum möglich gewesen. Und so wie die ZSC Lions reagieren konnten, darf auch Lugano eine Reaktion zugetraut werden.
swissinfo und Agenturen
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