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Folterer gehören vor Gericht

Das Aktionsmobil gegen die Folter von Amnesty International. Keystone

Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte sowie weitere UNO-Organisationen haben die Regierungen zum internationalen Tag gegen Folter am Dienstag (26.06.) in Genf aufgerufen, Folterpraktiken zu vermeiden. UNO-Generalsekretär Kofi Annan forderte die Umsetzung der entsprechenden UNO-Konvention.

«Die Folter ist eine entsetzliche Verletzung der Menschenwürde», heisst es in einer am Dienstag in Genf und New York veröffentlichten Erklärung Annans. Die UNO fordert weiter, dass Personen, die für Folter verantwortlich sind, vor Gericht gestellt werden und nicht länger straffrei bleiben. In einer gemeinsamen Erklärung riefen die UNO-Organisationen die Geberländer dazu auf, ihre Beiträge für den Fonds von Folteropfern zu erhöhen.

Schweizer Sensibilisierungs-Kampagne

Schweizer Organisationen, die sich für die Ausmerzung der Folter einsetzen, haben eine Sensibilisierungs-Kampagne begonnen mit dem Motto «Brechen wir das Schweigen». Unter anderem verkaufen sie Kleber mit dem Werk «Der Schrei» des Kunstmalers Edvard Munch. Mit dem Erlös wird ein neues Therapiezentrum für Folteropfer in Bolivien unterstützt, wie die Schweizer Sektion von Amnesty International, die Weltorganisation gegen Folter und weitere Organisationen mitteilten.

Falun Gong-Protest

Rund hundert Anhänger der chinesischen Bewegung Falun Gong führten ihre Meditationsübungen auf der Place des Nations vor dem Genfer UNO-Sitz aus. Sie protestierten dagegen, dass zahlreiche Falun Gong-Mitglieder in China gefoltert werden. Die Organisation ist in China seit 1999 verboten.

swissinfo und Agenturen

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