Fussball: Luzern-Trainer freigestellt
Schon nach fünf NLA-Runden ist der erste Trainerwechsel perfekt. 14 Stunden nach dem 0:4-Debakel auf der Allmend gegen die Young Boys hat der FC Luzern seinen Trainer Ryszard Komornicki freigestellt. Die Mannschaft wird ab sofort durch FCL-Manager Raimondo Ponte trainiert und gecoacht.
Die Trennung erfolgte am Samstag-Vormittag (28.07.) und wurde durch Präsident Jules Häfliger wie folgt begründet: «Ryszard Komornicki hatte andere Erwarungen in unser Team. Er dachte wohl, dass Profis in jeder Situation wie Profis denken und handeln. Unser Entscheid trifft – wie meistens – den Trainer. Aber wir können ja nicht die halbe Mannschaft auswechseln, obwohl ich das gerne tun würde.»
Häfliger hat im weiteren bestimmt, dass Raimondo Ponte bereits im heute Sonntagabend angesetzten 100-Jahr-Jubiläumsspiel gegen Barcelona auf der Trainerbank Platz nehmen wird. Assistenztrainer bleibt wie bis anhin Thomas Wyss. Häfliger: «Das Team muss sich jetzt vor allem im mentalen und emotionalen Bereich festigen können. Deshalb braucht sie einen neuen Chef.»
Manager Ponte, der noch vor Saisonbeginn diskussionslos ausgeschlossen hatte, beim FCL je auf die Trainerbank zu sitzen, hat nun schnell eingesehen, dass es keine andere Lösung als die Trennung von Komornicki gab: «Die aktuelle Situation erforderte dieses Zeichen. Ich werde jedoch lediglich als Übergangslösung in der Doppelfunktion amtieren.» Als Manager muss er nun so schnell wie möglich einen Trainernachfolger für sich selber suchen.
Das Ende für den früheren polnischen Internationalen war absehbar gewesen. Auf das 0:6 bei den Grasshoppers vor einer Woche und harschen Worten durch die Vereinsleitung sowie den Trainer an die Spieler folgte am Freitagabend das 0:4 gegen den Aufsteiger aus Bern. Komornicki wirkte bereits während dem Spiel hilf- und ratlos, er erhob sich kein einziges Mal von seinem Sitz, um gegen die desolate Leistung seiner Spieler anzukämpfen. Auch die Erklärungsversuche des Polen nach dem Spiel entbehrten jeglicher Substanz: «Wir müssen etwas tun, aber ich weiss nicht was.»
swissinfo und Agenturen
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