Fussball NLA/B: Dreikampf zwischen Aarau, Yverdon und Winterthur
Vier Spieltage vor Schluss der Auf-/Abstiegsrunde fokussiert sich das Interesse auf den Dreikampf zwischen Aarau, Yverdon und Winterthur. Drei Plätze in der Nationalliga A scheinen vergeben. Um Rang vier buhlt das erwähnte Trio.
Für Neuchâtel Xamax (22 Punkte), Luzern (20) und NLB-Meister Young Boys (17) scheint die Sache klar, der Aufstieg respektive Liga-Erhalt im A gesichert. Die Zitterpartien folgen danach.
Für Aarau, das nach argem Verletzungspech und völlig missratenem Frühjahrs-Start mit einem Punkt aus vier Spielen begann, entscheidet sich wohl innert fünf Tagen der Verbleib in der höchsten Spielklasse. Die Mannschaft des ehemaligen Nationalcoachs Rolf Fringer empfängt am Samstag Luzern und reist am Mittwoch zum direkten Konkurrenten Yverdon.
Der Cupfinalist, der wieder auf seinen Brasilianer Juninho nach verbüsster Sperre zählen kann, tritt heute in Wil an, wo seit einigen Tagen personelle Änderungen für Hektik sorgen.
Der Brasilianer Neri, vom FC St. Gallen ausgeliehen, wurde bis Ende Saison suspendiert. Der U21-Internationale Dilaver wurde ins U-18-Team zurück versetzt. Interne Gründe werden für die aussergewöhnlichen Massnahmen angeführt. Dazu hat Martin Andermatt seine Trainerstelle, die er am 1. Juli antreten wollte, gekündigt. Der Zuger will zurück in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt.
Aarau mit Torhüter Benito
Die Torhüter stehen beim Derby zwischen Aarau und Luzern im Mittelpunkt. Luzerns Patrick Foletti wird sich letztmals in dieser Saison eine Spritze gegen die Schmerzen verabreichen lassen, ehe er sich am Montag, 14. Mai, der notwendigen Leistenoperation unterzieht. Aarau kann wahrscheinlich auf Ivan Benito zählen. Der Goalie wurde in der Samstagnacht im Ausgang auf einer Party niedergeschlagen und musste sich einen Nasenbeinbruch operieren
lassen. Mitte Woche nahm Benito aber das Training mit einer Schutzmaske wieder auf. Er will gegen Luzern spielen und seine Mannschaft im Kampf gegen den Abstieg unterstützen. Ansonsten müsste nach dem Ausfall von Nationaltorhüter Pascal Zuberbühler (Wadenbeinbruch) der erst 21-jährige Alex Kollbruner ins Tor stehen, der noch keine einzige Minute in der Nationalliga spielte.
Winterthur trifft auf Bellinzona, das seine Aufstiegshoffnungen begraben hat und sich mehr mit Spielerstreiks als mit Leistungen auf dem Platz befassen muss. Die Zürcher müssen nach drei Niederlagen in Serie gewinnen, wollen sie weiter im Aufstiegsrennen bleiben. Bei diesen Konstellationen überrascht es nicht, dass der eigentliche Spitzenkampf zwischen Leader Xamax und den drittplatzierten Young Boys in den Hintergrund rückt. Die Neuenburger sind dieses Jahr noch unbezwungen.
swissinfo und Agenturen
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