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Fussball: Spycher erstmals dabei

Nati Coach Köbi Kuhn begrüsst Neuling Christoph Spycher. Keystone

Der Schweizer Nationalcoach Köbi Kuhn holt für das Testspiel am Mittwoch gegen Schweden neue Leute. Franco Di Jorio und Patrick Müller sind verletzt.

Köbi Kuhn wird die Aufgabe vor dem dritten Testspiel dieses Jahres nicht leicht gemacht. Zu den verletzten Johann Vogel, Raphaël Wicky und Jörg Stiel gesellten sich am Sonntagabend auch noch Patrick Müller und Franco Di Jorio. Auch sie sind verletzt und können nicht nach Schweden reisen.

Lyon-Söldner Müller laboriert seit längerem an einer Rücken-Verletzung und kam in den letzten drei Meisterschaftsspielen nur zu Minuten-Einsätzen. Der St. Galler Di Jorio zog sich am Samstag gegen Lugano eine schmerzhafte Verletzung am Muskel- und Sehnenansatz des linken Oberschenkels zu.

Mit dem Bus nach Malmö

Bereits unmittelbar nach dem NLA-Spitzenkampf am Sonntag zwischen den Grasshoppers und Basel hatte Kuhn die beiden Mittelfeldspieler Mario Cantaluppi (FCB) und Christoph Spycher (GC) in der Kabine informiert, dass sie eventuell nachnominiert würden.

Kurz vor Mitternacht erhielten die beiden Spieler dann das Aufgebot und flogen am Montag nach Kopenhagen, von wo sie mit dem Bus nach Malmö weiterfuhren.

Für Cantaluppi (15 Länderspiele) war es die erste Nomination nach beinahe einem Jahr, in dem er lange verletzt war. Enzo Trossero hatte den Basler für das Schweden-Länderspiel letzten April in Genf (0:2) vorgesehen, Cantaluppi zog sich aber wenige Tage vorher einen Bänderriss zu. «Es ist schön, wieder zum Kreis der Nationalmannschaft zu gehören. Schöner wäre es aber gewesen, mit einem Sieg über GC einzurücken.»

Spycher’s «Sprung» in die Nati

Ziemlich erstaunt über sein erstes Aufgebot für das Schweizer Nationalteam war GC-Spieler Spycher, der drei Tage nach seinem möglichen Debüt den 24. Geburtstag feiern kann.

Innert weniger Jahre hat der Berner den Sprung aus der 1. Liga (Bümpliz/Münsingen) via Luzern und GC ins Nationalteam geschafft. «Nach den verschiedenen Ausfällen fehlt mir ein grosser Teil des Mittelfeldes. Spycher und Cantaluppi sind geeignete Alternativen», begründete Kuhn, der am Sonntag bei GC-Basel auf der Hardturm-Tribüne sass, seine Nachnominationen.

Ein starker Gegner

Die Nationalmannschaft absolvierte gestern Abend ein erstes lockeres Training auf schwedischem Boden und bereitet sich dienstags und mittwochs mit zwei weiteren Einheiten auf die Begegnung mit dem starken WM-Teilnehmer vor.

Geschont wurden all jene Spieler, die am Wochenende noch im Meisterschafts-Einsatz gestanden waren. Nur David Sesa, Ludovic Magnin, Blaise N’Kufo, Bernt Haas und Marc Zellweger, die alle am Wochenende nicht zum Einsatz kamen, sowie der am Sonntag gegen Basel gesperrte Christoph Spycher mussten zu verschiedenen Angriffs- und Torschussübungen antreten.

René Baumann (Si)

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