Genfer «Botellon» weitgehend friedlich
Rund 300 Personen haben am späten Freitagabend ein organisiertes Trinkgelage, einen so genannten "Botellon", veranstaltet. Die Polizei meldete keine grösseren Zwischenfälle.
Das Wetter hat am Freitagabend beim Botellon in Genf nicht mitgespielt. Der Regen hielt offenbar viele von einer Teilnahme ab. Nur 300 Personen fanden sich am späten Abend im Parc des Bastions ein. Gegen drei Uhr war der Park leer.
Der Genfer «Botellon» war von den Behörden mit Auflagen bewilligt worden. In den Städten Zürich, Lausanne und Bern hatte man sich hingegen in den letzten Tagen vehement gegen die Durchführung von öffentlichen «Massenbesäufnissen» gestellt.
«Die erwarteten Exzesse haben nicht stattgefunden», sagte Patrick Pulh, Sprecher der Genfer Polizei. Bedauernswert sei einzig die Aggression gegen einen Pressefotografen. Dieser wurde durch einen Flaschenwurf am Kopf verletzt und musste ins Spital.
An einem Botellón werde zwar Alkohol getrunken, das Ziel sei jedoch nicht, sich möglichst rasch zu betrinken, wie ein Teilnehmer am Freitagabend betonte. Ein anderer meinte, es brauche ein solches Fest, da sich in Genf nicht viel ereigne und es zu wenig Orte gebe, um sich zu amüsieren.
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