Gold für Wahl-Sankt Galler
Der in der Ostschweiz lebende Finne Janne Lahtela sicherte sich in der Skiakrobatik Gold. Christian Stohr schied aus.
Der zweifache Gesamtweltcupsieger sorgte dank einer technisch brillanten, mit zwei Vierfach-Sprüngen angereicherten Vorstellung für eine finnische Premiere. Noch nie seit der Aufnahme der Skiakrobaten ins olympische Programm vor zehn Jahren hatte ein Vertreter Finnlands die goldene Auszeichnung gewonnen.
Bei seiner vierten Olympia-Teilnahme verwies der seit einigen Jahren in der Ostschweiz beheimatete Lahtela den Amerikaner Travis Richard, der sich als überraschender Qualifikationssieger für den obersten Podestplatz empfohlen hatte, und den französischen Altmeister Richard Gay auf die weiteren Plätze.
Ähnlich wie der Snowboard-Wettbewerb tags zuvor verlief der Contest auf atemberaubenden Niveau. Jonny Moseley, der Olympiasieger von Nagano, verpasste die Medaillenränge trotz eines 720er-Manövers, mit dem er die rund 17’000 Zuschauer begeisterte. Ebenso an die Limiten stiess der Weltranglisten-Erste Jeremy Bloom.
Knapp am Final vorbei
Bloss 0,43 Punkte trennten den Olympia-Debütanten am Ende von der hohen Zielvorgabe. Mit seinen Sprungmanövern vermochte er bei der Jury keinen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Im Vergleich zu seinen Direkt-Konkurrenten büsste der Schweizer in jener Wertungskategorie einige Zähler ein.
Im Gegensatz zu seiner Teamkollegin Corinne Bodmer bewältigte Stohr die rund 70 Buckel am «Bald Eagle Mountain» ohne ersichtliche Fehler. Er musste allerdings zur Kenntnis nehmen, dass für eine noch bessere Platzierung mehr Risikobereitschaft vonnöten gewesen wäre. Für sein bestes Resultat an einem wichtigen internationalen Wettkampf reichte die Darbietung aber alleweil.
swissinfo und Agenturen
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