Heidfeld auf BMW Sauber Zweiter in Belgien
Beim Grand Prix von Belgien ist Formel-1-Pilot Nick Heidfeld auf BMW Sauber aufs Podium gefahren. Weil Sieger Hamilton bestraft wurde, rückte der Deutsche vom dritten auf den zweiten Platz vor.
«Schweizer» Podium am Sonntag in Spa Francorchamps in den belgischen Ardennen: Hamilton, der zweite Felipe Massa und Heidfeld haben alle ihren Wohnsitz in der Schweiz.
Doch wenige Stunden nach Rennende stellte die Jury die Reihenfolge der ersten Drei auf den Kopf. Weil sie dem britischen McLaren-Fahrer das Passieren einer Schikane als irregulär auslegte, rückte Ferrari-Pilot Massa zum neuen Sieger auf.
Hamilton hatte bei seinem Überholmanöver gegen den bis dahin führenden Finnen Kimi Räikkönen in einer Schikane abgekürzt, ohne den Ferrari-Fahrer danach wieder vorbei zu lassen, wie es das Reglement vorschreibt.
Heidfeld rückte auf Rang zwei nach. Immerhin behielt Hamilton trotz aufgebrummter Zeitstrafe von 25 Sekunden seinen Podestrang, musste aber mit Platz drei vorlieb nehmen.
Einsetzender Regen verwandelte die letzten beiden Spa-Runden in Dramatik pur: Der Finne Kimi Räikkönen, der das ganze Rennen angeführt hatte, setzte seinen Ferrari auf dem Nass in die Abschrankung.
Profiteur war neben Hamilton auf McLaren der Wahlzürcher Heidfeld. Er steuerte im zweitletzten Umgang die Box an und liess sich die Slicks gegen leicht profilierte Reifen wechseln.
Scheinbar hoffnungslos im Hintertreffen, überholte Heidfeld auf der letzten Runde Fahrer um Fahrer. Darunter auch seinen Teamkollegen Robert Kubica. Der Pole seinerseits wurde guter Sechster.
Im Ziel lag Heidfeld nur noch neun Sekunden hinter Ferrarifahrer Massa. Hätte das Rennen eine Runde länger gedauert, wäre Heidfeld der Sieger gewesen.
Mit seinem geglückten Spa-Wochenende hat Heidfeld seinen Kritikern eine deutliche Antwort erteilt. Nach zuletzt schwachen Leistungen hatten Experten bereits gefragt, wann sich das ehemalige Team des Schweizers Peter Sauber von seinem Piloten trenne.
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