Hingis knapp weiter, Federer ausgeschieden
Martina Hingis hat beim French Open am Sonntag (04.06.) mit viel Mühe die Viertelfinals erreicht. Sie schlug in einer Neuauflage des letztjährigen Sechzehntelfinals die Rumänin Ruxandra Dragomir; Roger Federer unterlag dem Spanier Alex Corretja.
Hingis schlug die Rumänin mit 6:3, 0:6, 6:1, zeigte aber vor allem im zweiten Satz der knapp anderthalb Stunden dauernden Partie eine desolate Leistung. Diesen verlor sie in lediglich 22 Minuten. Im Schlussabschnitt vermochte sich die Weltranglisten-Erste aber nochmals zu steigern und die erste Niederlage im dritten Aufeinandertreffen mit Dragomir doch noch abzuwenden.
Letztmals hatte Hingis im März 2000 bei der Final-Niederlage in Indian Wells gegen Lindsay Davenport einen Satz 0:6 verloren. In Grand-Slam-Turnieren war ihr dies zuvor erst zweimal passiert, und zwar vor drei Jahren ebenfalls beim French Open gegen dieÖsterreicherin Barbara Paulus und im vergangenen Jahr in Wimbledon bei ihrer schmachvollen Erstrunden-Niederlage gegen die Australierin Jelena Dokic.
In den Viertelfinals trifft Hingis zum dritten Mal in diesem Jahr auf Chanda Rubin. Gegen die Amerikanerin hat sie sechs der acht Partien gewonnen.
Federer ausgeschieden
Roger Federer ist beim French Open ausgeschieden. Der Münchensteiner unterlag in seinem ersten Grand-Slam-Achtelfinal dem als Nummer 10 gesetzten Spanier Alex Corretja 5:7, 6:7 (7:9), 2:6.
Federer zeigte auch im ersten Spiel gegen den Sandplatz- Spezialisten aus Barcelona eine ausgezeichnete Leistung, verstand es aber zu wenig, die sich bietenden Chancen zu nutzen. So lag er unter anderem im Tiebreak des zweiten Satzes 6:4 in Führung und besass damit zwei Möglichkeiten zum Satzausgleich.
Insgesamt war Corretja, der French-Open-Finalist und Gstaad- Sieger von 1998, aber der bessere Spieler. Vor allem verfügte der Katalane in der zwei Stunden und 36 Minuten dauernden Partie über die grössere Konstanz.
swissinfo und Agenturen
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