Historisch: Schweizer Eishockeyaner besiegen Schweden
Was mit einer der schlechtesten Leistungen des Schweizer Nationalteams unter Ralph Krueger begonnen hatte, wurde am Ende noch zum historischen Sieg. Die Schweiz besiegte Schweden nach einem 1:3-Rückstand mit 6:4 (1:2, 2:1, 3:1).
Was mit einer der schlechtesten Leistungen des Schweizer Nationalteams unter Ralph Krueger begonnen hatte, wurde am Ende noch zum historischen Sieg. Die Schweiz besiegte vor 10’500 Zuschauern im ausverkauften Zürcher Hallenstadion Schweden nach einem 1:3-Rückstand mit 6:4 (1:2, 2:1, 3:1).
Im 61. Länderspiel gegen Schweden war dies erst der achte Sieg. Ein Heimspiel gegen die Skandinavier hatten die Schweizer letztmals im November 1950 in Basel (4:1) gewonnen. Seither hatte es bloss noch einen Sieg (6:4 an der A-WM 1993 in München), ein Unentschieden (3:3 1951 in Paris) und unzählige deutliche Niederlagen abgesetzt.
Es war in mancherlei Hinsicht ein bemerkenswerter Abend. Das Hallenstadion war gefüllt und die Stimmung am Ende ansatzweise so gut wie bei den ZSC-Erfolgen während des Playoff. Das Schweizer Team siegte, obwohl es bei Torhüter Reto Pavoni wenig Rückhalt fand.
Schweden führte nach 15 Minuten 2:0 und weitere acht Minuten später 3:1. Aber zum ersten Mal überhaupt siegte die Schweiz gegen einen Top-Gegner nach einem Zwei-Tore-Rückstand. Die Entscheidung fiel Mitte des letzten Drittels: Gian-Marco Crameri und Ivo Rüthemann erzielten innerhalb von 77 Sekunden mit blitzschnell vorgetragenen Kontern die Tore vom 4:4 zum 6:4. Die übrigen Schweizer Tore gingen auf das Konto von Martin Steinegger (1:2), Alain Demuth (2:3), Flavien Conne (3:3) und Patrick Sutter (4:4).
Ermöglicht wurde die Wende durch eine sehr bemerkenswerte Leistungssteigerung ab dem zweiten Drittel. Das Team von Ralph Krueger begann endlich, aggressiver zu spielen. Unbedeutend waren am Ende die defensiven Mängel im Schweizer
Team, die den Gästen in der Startphase die Zwei-Tore-Führung eintrug.
Sehr erfreulich aus Schweizer Optik waren zweifellos die zwei Powerplay-Tore aus bloss zwei Überzahl-Gelegenheiten. Diese Tore zum 1:2 und 3:3 brachten die Schweizer ins Spiel zurück. Nicht unbedeutend bei der Wende vom 1:3 zum 6:4 war zweifellos auch, dass die Schweden diese Woche lediglich drei Blöcke in der Schweiz hatten. Kräftemässig vermochten sie am Ende nicht mehr mitzuhalten.
swissinfo und Agenturen
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