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Immer mehr ausländische IKRK-Delegierte

Jean-Michel Monod, der Chefdelegierte des IKRK für Asien und Südamerika ist (noch) Schweizer. Keystone

Der Anteil von Schweizern sank im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent. Rund 40 Prozent der Delegierten kommen aus dem Ausland.

Ende 2001 waren somit 237 der gesamt 588 IKRK-Delegierten ausländische Staatsbürger. Diese kommen mehrheitlich aus Europa, aber auch Spezialisten aus Asien, Südamerika und dem Mittleren Osten sind vertreten.

Laut Max Hadorn, Chef der Rekrutierung des IKRK, haben die ausländischen Bewerbungen stark zugenommen. Dies lässt sich unter anderem auch mit der vereinfachten Kontaktnahme durch das Internet erklären, sagte Hadorn. Das IKRK betreibt seit Mai 2001 eine entsprechende Internetseite.

Erfahrungsgemäss würden sich die ausländischen Delegierten gut integrieren und sich mit dem Auftrag des IKRK identifizieren. Die klare Aufgabenstellung sei mit ein Grund für das grosse Interesse bei den ausländischen Mitarbeitern. Viele von ihnen hätten zudem auch schon für andere Hilfsorganisationen gearbeitet, sagte Hadorn.

Bis zum Jahr 1992 war die Schweizer-Staatsbürgerschaft Voraussetzung für die Tätigkeit als IKRK-Delegierter. Das Neutralitätsprinzip der Schweiz war die Grundidee dieser Personalpolitik.

Kein Personalmangel

Im April letzten Jahres sind im Kongo sechs Mitarbeiter des IKRK ermordet worden. Dieser tragische Umstand hatte aber keinen Einfluss auf die Zahl der eingehenden Bewerbungen, sagte Hadorn. Im Jahr 2001 erhielt das IKRK 5000 bis 6000 Bewerbungen für ganz unterschiedliche Aufgaben.

Vor allem junge Menschen seien an einer Erfahrung im humanitären Bereich sehr interessiert. Informationsveranstaltungen des IKRK würden auf grosses Interesse stossen. Der Anteil von weiblichen Delegierten beträgt 52 Prozent.

Eine Schwierigkeit bei der Rekrutierung von geeignetem Fachpersonal stelle sich bei Übersetzern. Das vor allem für Länder wie Afghanistan und den Mittleren Osten. In diesem Bereich sei es schwierig, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu finden, sagte Hadorn.

swissinfo und Agenturen

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