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Keine Medaille für Rey-Bellet

Die Walliserin Rey-Bellet hofft, dass es beim nächsten Rennen aufs Medaillen-Podest reicht. Keystone Archive

Die Französin Carole Montillet holte sich Gold in der Olympia-Abfahrt, vor Isolde Kostner/It und Renate Götschl/Ö. Rey-Bellet und Sylviane Berthod wurden 5. und 7.

Für eine Medaille reichte es nicht, aber die Schweizerinnen boten in der Olympia-Abfahrt dennoch eine weit bessere Leistung, als man aufgrund des Trainings befürchten musste. Corinne Rey- Bellet fehlten nur gerade 15 Hundertstel zum 3. Platz, und auch Sylviane Berthod lag minime 28 Hundertstel hinter der drittplatzierten Renate Götschl.

Hoffen auf das nächste Mal

Insbesondere Corinne Rey-Bellet zeigte eine Fahrt, die man ihr nach dem Zwischenfall von Are kaum zugetraut hatte. In Skandinavien hatte sich die Walliserin eine Diskushernie zugezogen, verspätet reiste sie deshalb nach Salt Lake City. Doch die Rückenbeschwerden wurden von Tag zu Tag besser.

«Ich hoffe, dass es mir im nächsten Rennen endlich einmal aufs Podest reicht, aber eigentlich darf ich nicht klagen, denn vor einer Woche habe ich gar nicht gewusst, ob ich überhaupt bei Olympia dabei sein kann», befand Corinne Rey- Bellet.

Längst hätte Corinne Rey-Bellet eine Medaille verdient. Schon letzten Winter in St. Anton/Ö hatte sie dieses Ziel nur ganz knapp verpasst.

St. Moritz simulieren

Sylviane Berthod lag bei Streckenhälfte noch vor den Medaillen-gewinnerinnen Isolde Kostner und Renate Götschl. Aber wie schon im Training verlor die 24-Jährige im unteren Teil Zeit. Und so reichte es der Walliserin bei ihrem ersten Olympia-Start überhaupt zum 7. Platz.

«Es war nicht einfach für mich, nach den Problemen im Training das Vertrauen wieder zu finden. Ich versuchte deshalb, mein Rennen von St. Moritz zu simulieren», erklärte Berthod.

Weniger zufrieden durfte Catherine Borghi sein. Die Waadtländerin kam lediglich auf Platz 19. «Mir hat noch mindestens ein Trainingstag gefehlt. Vorgesehen war ja vier Trainingsläufe, stattgefunden haben aber nur zwei. So habe ich nicht mehr rechtzeitig die Risiko-Grenze gefunden.»

Die Überraschung schaffte die Französin Carole Montillet, die sich unmittelbar vor die drei ganz grossen Favoritinnen schob. Isolde Kostner, Renate Götschl und Hilde Gerg hatten je zwei Weltcup-Abfahrten in diesem Winter gewonnen, doch in Snowbasin belegten sie die Ränge 2 bis 4, geschlagen von der bereits 28- jährigen Carole Montillet, die am Dienstag erstmals eine Weltcup-Abfahrt gewann.

swissinfo und Werner Eisenring, Snowbasin (sda)

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