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Lausanne nach 3:2 gegen Lugano im Cupfinal

Cupholder Lausanne hat dank einem 3:2 (2:0)-Erfolg über Lugano zum dritten Mal in Folge und zum 16. Mal insgesamt den Schweizer Cupfinal erreicht. Lausanne verteidigt den Cup am 28. Mai in Bern gegen den FC Zürich.

Der Pole Marcin Kuzba ebnete den Waadtländern im Halbfinal mit drei Toren den erneuten Weg ins Endspiel. er wird seinem Team aber im Final wegen Gelbsperren fehlen.

Lausanne führte nach 8 Minuten durch Kuzba 1:0, nach 20 erneut durch Kuzba 2:0 und nach 60 Minuten wiederum durch Kuzba 3:0 und schien sicher die erneute Final-Qualifikation gegen das inferiore Lugano zu erlangen.

Doch dann setzte der Regen ein, und die Tessiner erwachten. Mit einem platzierten 18-m-Schuss verkürzte Gaspoz (78.) zum 3:1, und drei Minuten später wuchtete der aufgerückte Rothenbühler einen Rückpass von Gimenez durch Rapos Hände ins Lausanner Netz. Die Partie war wiederbelebt. Lausanne wankte, fiel aber nicht. Lugano muss sich den Vorwurf gefallen lassen, zu spät die bedingungslose Offensive gesucht zu haben.

In der Finalrunde traf Kuzba bisher noch nicht, im Cup hat der polnische Stürmer aber sein Visier richtig eingestellt. In der Startphase setzte er sich im Zweikampf hartnäckig gegen den Jugoslawen Zagorcic durch und bezwang Hürzeler zum 1:0. In der 20. Minute doppelte er nach. Er verwertete einen Abpraller des Lugano- Torhüters, der einen Scharfschuss von Celestini aus spitzem Winkel nur nach vorne abklatschen konnte. Und nach genau einer Stunde setzte er nach einem Zuspiel von Mazzoni zu einem Sturmlauf übers halbe Feld an, versetzte drei Tessiner und liess Hürzeler erneut keine Chance.

Lausanne war von Beginn weg die ausgewogenere Mannschaft, die den gradlinigeren und direkteren Fussball spielte und weit torgefährlicher war. Die Abwehr stand bis zur hektischen Schlussviertelstunde sicher und meldete die einzige Lugano-Spitze, Gimenez, ab.

Erst nach Gaspoz‘ 3:1 und wenig glücklichen Auswechslungen gerieten die Waadtländer noch in Schwierigkeiten.

Lugano war zu lange zu passiv. Seine Dreier-Linienabwehr, die viel zu risikoreich agierte und vor allem bei Abprallern zu wenig schnell reagierte, war die Achillesferse. Brunner, Zagorcic und Rothenbühler sind nicht die schnellsten. Bei genauen Zuspielen in die Tiefe ist die Abwehr mit einem Schlag überlistet.

Bereits vor Wochenfrist hatte sich der FC Zürich mit dem 7:2 gegen Luzern nach Verlängerung in den Cupfinal gespielt. Die Mannschaft von Gilbert Gress trifft im Endspiel mit Lausanne auf eine erfahrene Cup-Mannschaft, die seit drei Jahren und 14 Spielen im K.o-Wettbewerb unbezwungen ist. Die letzte Niederlage bezog Lausanne am 6. Mai 1997 in den Viertelfinals gegen Erstligist Fribourg (1:2).

Lausanne gegen Zürich ist eine Neuauflage des bisher einzigen Finals vor 19 Jahren. Damals siegten die Westschweizer in Bern nach einer turbulenten Partie mit 4:3 nach Verlängerung.

swissinfo und Agenturen

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