Mehr Kosten bei Krankenversicherung
Nach einem moderaten Anstieg vor zwei Jahren haben die Kosten in der obligatorischen Krankenversicherung im Jahr 2007 wieder stärker zugelegt. Pro Person fielen Kosten von 2863 Franken oder 3,9% mehr als im Vorjahr an.
2006 hatte es lediglich einen Kosten-Zuwachs von 0,7% gegeben. Der 2007-er Anstieg um knapp 4% bewege sich aber noch immer unter dem jährlichen Durchschnitt von 4,7% seit dem Inkrafttreten des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Jahr 1996, heisst es in der Mitteilung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Dienstag.
Der nun wieder grössere Zuwachs sei auf eine Zunahme des Konsums in der Grundversicherung zurückzuführen, sagt BAG-Sprecher Daniel Dauwalder. Der Bund könne lediglich im Medikamentenbereich Einfluss auf die Kosten ausüben.
Insgesamt gaben Versicherer und Versicherte im Jahr 2007 rund eine Milliarde Franken mehr aus als im Vorjahr. Die Gesamtkosten stiegen um 4,7% auf 21,58 Mrd. Franken.
Durchschnittlich waren die Kosten seit dem Inkrafttreten des KVG um jährlich 5,1% gestiegen. Eingeschlossen sind darin pro Versicherten auch durchschnittlich 419 Franken Kostenbeteiligung.
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