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Podestplatz für Sonja Nef

Sonja Nef unterwegs zur Bronze-Medaille. Keystone

Den schlechten Voraussetzungen zum Trotz wurde Sonja Nef im Slalom von Sestriere Dritte. Im Herren-Riesenslalom von Val d'Isère wurde Michael von Grünigen Fünfter.

Es ist dies der fünfte Podestplatz von Sonja Nef in einem Weltcup-Slalom. Die Appenzellerin klassierte sich hinter der schwedischen Weltmeisterin Anja Pärson und der 21-jährigen Finnin Tanja Poutiainen.

In Copper Mountain war Sonja Nef im zweiten Lauf auf dem Weg zu einem Spitzenergebnis ausgeschieden. In Sestriere unterlief ihr aber kein weiteres Malheur, obwohl sie im zweiten Durchgang nicht ohne Zwischenfälle durchkam: «Auf diesem aggressiven Schnee musste man aufpassen. Trotzdem wäre ich bei zwei Situationen fast ausgeschieden. Aber das heutige Rennen war ohnehin ein sehr schwieriges. Wie gerne würde ich diesen Podestplatz Silvano Beltrametti schenken. Ich wünsche ihm jedenfalls sehr viel Kraft.»

Sehr gut hielten sich auch Sonja Nefs Teamkolleginnen. Die Adelbodnerin Marlies Oester (25), die im ersten Slalom der Saison in Copper Mountain als Zwölfte beste Schweizerin gewesen war, erfüllte als Neunte die Selektions-Bedingungen für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Salt Lake City. So weit vorne war die Berner Oberländerin seit vier Jahren nicht mehr.

Und die knapp 26- jährige Elmerin Corina Grünenfelder, die zuletzt in Are zwei Europacup-Slaloms für sich entschieden hatte, kam zeitgleich mit der besten Österreicherin (Corina Raich) auf den 14. Platz, wie schon im letzten Winter bei ihrer bisher besten Klassierung in Flachau.

Michael von Grünigen mit verletzter Schulter

Der 24-jährige amerikanische Draufgänger Bode Miller trug am Sonntag beim Riesenslalom der Herren von Val d’Isère seinen ersten Weltcupsieg davon. Zweiter wurde der Franzose Frédéric Covili, Bronze ging an den Österreicher Stephan Eberharter.

Trotz verletzter Schulter wurde Weltmeister Michael von Grünigen mit nur 1,10 Rückstand hervorragender Fünfter. Von Grünigen entschied sich erst am Morgen nach dem Einfahren für den Start, nachdem er sich am Freitag einen Haarriss im Schulterblatt zugezogen hatte.

Mit Schmerztabletten fühlte er sich «nicht von der Bewegung her, aber im Kopf ein wenig gehemmt» und war daher mit dem Resultat hoch zufrieden. Ohne einen groben Fehler im zweiten Lauf hätte es sogar zu einem Podestplatz gereicht.

Mit den beiden Didiers, Cuche und Defago, kamen nur zwei weitere Schweizer in den Final der 30 Besten. Beide verbesserten sich gegenüber dem Saison-Auftaktrennen in Sölden: Cuche vom 14. Rang im Oktober auf Platz 7, Defago von Platz 17 auf 11. Für Cuche war es das zweitbeste Riesenslalom-Ergebnis seiner Karriere.

Die Stimmung im Schweizer Team war 24 Stunden nach dem Unfall Silvano Beltramettis gedrückt. «Es hätte allerdings niemandem etwas gebracht, wenn wir heute nicht gestartet wären», sagte Cuche, «der Start war im Sinne von Silvano, der von seiner Mentalität her ein Draufgänger ist.»

swissinfo und Agenturen

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