Schweizer Eishockey-Nati ist bereit für die WM
Das Schweizer Eishockey-Nationalteam ist für die am Samstag beginnende Weltmeisterschaft und das Startspiel gegen Gastgeber Deutschland bereit: Die Schweiz "überfuhr" bei der Hauptprobe vor 7'124 Zuschauern in Biel die USA mit 6:2 (2:1, 1:1, 3:0).
Die Partie begann aus Schweizer Sicht mit einer herausragenden Einzelleistung von Marcel Jenni, der nach bloss 222 Sekunden das 1:0 erzielte. Jenni war am Mittwochabend (25.04.) mit dem Tor zum 1:0 und zwei Assists der herausragende Spieler auf dem Eis. In der Folge setzte das Team von Nationalcoach Ralph Krueger gegen einen mit 17 NHL-Akteuren angetretenen Gegner aber auch spielerische Glanzlichter.
Entscheidung fiel um die 20. Minute
Die Entscheidung realisierten die Schweizer kurz vor und kurz nach der ersten Pause in Überzahl: In der 18. Minute fälschte Flavien Conne einen Schuss von Mark Streit zum 2:1 ab; in der 23. Minute tauchte der sehr starke Verteidiger Patrick Sutter im Slot auf und erhöhte auf 3:1. Mit zwei Toren aus fünf Chancen wusste erstmals im fünften Heim-Länderspiel in diesem Monat auch das Powerplay gut zu gefallen. Davon profitierte vor allem die Schweizer Paradelinie mit Michel Riesen, Gian-Marco Crameri und Marcel Jenni, die das Eis mit einer 3:0-Bilanz verliess. Crameri gelang in der 48. Minute mit dem 4:2 die Siegsicherung.
Amerikaner waren brillante Individualisten
Letztlich muss der klare Sieg aber trotzdem relativiert werden: In den ersten 25 Minuten zeigten die Amerikaner, dass sie brillante Individualisten sind. Offensichtlich war indessen auch, dass sie sich die US-Boys an die europäischen Regeln (grössere Eisfläche, keine rote Linie, neue Bullyregel.) noch nicht gewöhnt hatten. Ab dem zweiten Drittel brachen die Amerikaner dann auch kräftemässig völlig ein. 16:6 und 16:4 lautete in den letzten beiden Dritteln das Schussverhältnis zu Gunsten der Schweizer. Widerstand war kaum noch vorhanden.
WM-Startspiel gegen Deutschland
Vor dem WM-Start ist im Schweizer Lager (fast) alles klar. Am Donnerstag (26.04.) fliegen die «Eisgenossen» nach Köln, wo am späten Nachmittag bereits das erste Eistraining auf dem Programm steht. Beim WM-Startspiel am Samstag gegen Deutschland wird erneut Martin Gerber (Langnau) der Torhüter Nummer 1 sein – und nicht nur, weil sich Reto Pavoni am Dienstag eine Knieprellung zugezogen hat. Auch die Blöcke werden nach dem glanzvollen 6:2 von Biel unverändert bleiben.
swissinfo und Rolf Bichsel (SDA)
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch