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Sonja Nef auf dem Podest

Sonja Nef gelang in Are die Wiedergutmachung nach dem schlechten Abschneiden in Cortina d'Ampezzo. Keystone

Sonja Nef wurde im Weltcup-Nacht-Riesenslalom in Are (Sd) Dritte. Die Österreicherin Michaela Dorfmeister gewann vor der Einheimischen Anja Pärson.

Den Schweizer «Riesen»-Fahrerinnen gelang nach dem schlechten Abschneiden in Cortina d’Ampezzo, wo sich Weltmeisterin Sonja Nef als Beste nur auf Rang 11 klassierte, beim Nachtrennen in Are die Wiedergutmachung. Auf der Piste Gästrappet, auf welcher Nef die letzten beiden Riesenslaloms gewann und sich in fünf Rennen nie schlechter als Vierte klassierte, fuhr die Appenzellerin erneut aufs Podest.

«Ich muss mit meinem Rang zufrieden sein, mehr war in diesem Rennen nicht möglich», sagte Nef, die als Dritte allerdings erneut wichtige Punkte für den Disziplinen-Weltcup gegenüber Siegerin Dorfmeister verlor.

Vor dem letzten Riesenslalom der Saison in Flachau liegt die 29-jährige Schweizerin nur noch mit 20 Zählern in Führung. Gewinnt die Österreicherin auch beim Weltcup-Final, holt sie sich den Disziplinen-Weltcup von Nef zurück. «Ich hatte mal über 100 Punkte Vorsprung, deshalb fuchst es mich schon, dass es nochmals spannend wird», meinte Nef.

Auch Team-Kolleginnen überzeugten

Nur 23 Hundertstel hinter Nef erreichte Fränzi Aufdenblatten den 5. Platz. Nachdem die Walliserin in Berchtesgaden mit einer erfrischenden Fahrt vom 21. auf den 6. Platz vorgefahren und damit die Olympia-Qualifikation geholt hatte, qualifizierte sie sich zuletzt in Cortina nicht für den zweiten Lauf.

In Are schuf sich die amtierende Junioren-Weltmeisterin in dieser Disziplin mit der Startnummer 29 eine Ausgangslage wie noch nie im Weltcup: Den Finallauf durfte die 20-Jährige aus Zermatt von Rang 7 aus in Angriff nehmen und zeigte sich dieser Belastung gewachsen: «Ich war nicht nervös, denn ich hatte ja nichts zu verlieren.»

Wie ihre beiden Team-Kolleginnen verbesserte sich im zweiten Lauf auch Lilian Kummer. «Ich bin froh über meinen 8. Platz, denn zuletzt habe ich enorm geknorzt», sagte die Siegerin von Lienz zu ihrer zweitbesten Saisonleistung, von welcher sie doch etwas überrascht wurde, denn: «Die Verhältnisse hier liegen mir nicht. Eigentlich ist es mir zu weich…»

Corinne Rey-Bellet hingegen, die im ersten Lauf im Mittelteil einen groben Fehler beging, zeigte sich gegenüber Cortina (22.) nur wenig verbessert, was vor allem mit starken Rückenschmerzen zusammenhing. Nach dem zweiten Lauf konnte Rey-Bellet nur noch unter Schmerzen gehen. Ihr 16. Platz war damit nur noch Nebensache.

swissinfo und Valentin Oetterli, Are (Si)

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