Weltschiff steuern helfen
Im Komitee "go UNO" arbeiten Jungfreisinnige, -sozialistinnen und -christdemokraten zusammen für den UNO-Beitritt. Die junge SVP bleibt beim Nein.
Die Jugend der Schweiz sei weltoffen und befürworte den UNO-Beitritt, hiess es an der Pressekonferenz der jungen FDP, SP und CVP. Da sowohl entwicklungspolitische und wirtschaftliche als auch solidarische, soziale und ökologische Gründe für ein Ja sprächen, hätten sich die Jungparteien für ein gemeinsames Engagement entschlossen.
Alleingang stosse an Grenzen
In einer Zeit, in der die Wirtschaft, aber auch der Terrorismus und die organisierte Kriminalität schlagkräftiger organisiert seien als die Staatenwelt, stosse der Alleingang eines Nationalstaates definitiv an seine Grenzen, sagte die Berner Jungsozialistin und Nationalrätin Ursula Wyss. Die UNO biete das einzige Forum, das die Welt umspanne. «Wir werden von der Welt beeinflusst, darum wollen wir die Strukturen der UNO nutzen, um mindestens mitbestimmen zu können, in welche Richtung sich das Weltschiff bewegt», sagte sie.
Für Stabilität
Als klassisches Exportland verdient die Schweiz jeden zweiten Franken mit dem internationalen Handel, wie Simon Wirth, Vorstandsmitglied der Jungfreisinnigen, sagte. Sie habe deshalb ein ureigenes Interesse an stabilen demokratischen Verhältnissen sowie an Wohlstand und Sicherheit in der ganzen Welt. Die UNO trage durch ihre Leistungen im Entwicklungsbereich und in der Menschenrechtspolitik zu dieser Stabilität bei und verbessere den Bildungsstand und die Gesundheit der Bevölkerung.
Gegen dunkle Mächte und Isolation
Der Präsident der jungen CVP, Thierry Gachet, fügte an, gerade die Jungen müssten als Beispiel vorangehen und die Verschiedenheiten hinter das Gemeinsame zurückstellen. Den dunklen Mächten, die das Schweizer Volk in Isolationshaft halten wollten, müsse am kommenden 3. März mit einem Ja eine Absage erteilt werden.
Mit Musik Jugendliche ansprechen
Um die Botschaft von «go UNO» den Jugendlichen zu vermitteln, veranstaltet das Komitee nach eigenen Angaben im kommenden Januar und Februar verschiedene Konzerte mit Schweizer Musikern wie Sens Unik und Dani König, Vera Kaa, Menage a Trois, Kisha, Natacha und Gigi Moto.
Junge SVP gegen Diktat der Grossmächte
Die junge SVP teilte mit, sie bekämpfe wie ihre Mutterpartei den UNO-Beitritt der Schweiz. Das Konzept der Neutralität könne nicht zurecht gebogen worden. Eine Mitgliedschaft in der UNO wäre eine Unterstellung unter das Diktat der fünf Grossmächte des Sicherheitsrates, zu denen mit China auch ein totalitäres, kommunistisches System gehöre.
swissinfo und Agenturen
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