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WM-Silber für Flavia Rigamonti

Glückliche Flavia Rigamonti - mit Silbermedaille. Keystone

Phantastische Flavia Rigamonti an den Welt-Meisterschaften in Fukuoka: Die 20-jährige Tessinerin holte über 1500m Crawl mit einem überragenden Schweizer Rekord hinter der Deutschen 800m- Weltmeisterin Hannah Stockbauer die Silbermedaille.

Mit 16:05,99 Sekunden verbesserte sie ihren alten Rekord aus dem Vorlauf um 22 Sekunden. Die letzten Schweizer WM-Medaillen hatten Dano Halsall (Silber) und Marie-Thérèse Armentero (Bronze) vor 15 Jahren errungen.

Schon im Vorlauf hatte Rigamonti angedeutet, dass bei optimalem Renn-Verlauf eine Medaille in Reichweite liegen würde. «Ich war sehr nervös», bekannte die Tessinerin, offenbar in der Vorahnung, dass der 28. Juli zu einem speziellen Datum werden könnte.

Je länger Rigamonti schwamm, desto schneller wurde sie. «Nur die Amerikanerinnen nicht ziehen lassen», hatte ihr der nach Genf abgewanderte National-Trainer Christophe Pellandini eingebläut.

Während des Rennens stellte die Schweizerin plötzlich fest, dass ja nur die eine, Diana Munz, vor ihr lag, und die andere, Kaitlen Sandeno, die ihr in Sydney die Bronzemedaille entrissen hatte, von Anfang an nicht zu folgen vermochte.

«Als ich plötzlich Munz vor mir sah, wuchsen mir Flügeln», erklärte Rigamonti, die nach 1’350 m an der Amerikanerin vorbei auf den Silberplatz zog. Am Ziel war die 20-Jährige (und älteste Finalistin!) derart ausgepumpt, dass sie kaum mehr aus dem Bassin steigen konnte. «Es war ein enorm hartes Rennen», meinte sie, «die Medaille widme ich all jenen, die mir gegenüber Verständnis zeigten.»

Lütolf knapp am Final vorbei

Für einen zweiten Höhepunkt sorgte der Brustschwimmer Remo Lütolf. Der Ostschweizer, der über die 100m-Strecke enttäuscht hatte, schwamm in den Halbfinals über 50m als Neunter nur um einen Rang und fünf Hundertstelsekunden am Final vorbei. Mit 28,06 Sekunden verpasste er seinen eigenen Schweizer Rekord von der EM 2000 in Helsinki, wo er Dritter geworden war, lediglich um 15 Hundertstel.

Flavia Rigamonti und Remo Lütolf waren schon an den Olympischen Spielen in Sydney mit den Finalrängen 4 und 8 die besten Schweizer gewesen. Aus Studiengründen schraubten sie aber in diesem Jahr ihr Trainingspensum zurück. Mit ihren Leistungen werteten sie die Schweizer WM-Bilanz, die bisher eher zwiespältig ausgefallen war, beträchtlich auf.

swissinfo und Agenturen

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