Willkommen in der neuen Schweiz der Gesichtsmasken

Welch Wohltat: Nach wochenlanger Durststrecke für die Haarpracht ist für diese Kundin Rettung in Sicht - gleich zwei Coiffeurinnen kümmern sich um sie. Aufgrund der zwingenden Nichteinhaltung des Abstandes von zwei Metern herrscht in den Frisörgeschäften für alle Maskenpflicht. Urs Flüeler/Keystone

Auf zum Coiffeur, in den Blumenladen oder in den Baumarkt: Der heutige Tag ist ein historisches Datum, können doch die Menschen in der Schweiz die ersten Schritte aus der Coronakrise zurück in Richtung Normalität machen. Das Kennzeichen des neuen Lebens in der Post-Corona-Zeit: der Gesichtsschutz.

Renat Kuenzi (Text), Thomas Kern (Bilder), swissinfo.ch

Uffa, darauf haben wir alle sehnlichst gewartet: Heute macht die Schweiz Schritt Nummer eins aus dem Lockdown, den die Regierung vor gut fünf Wochen angeordnet hatte.

Schluss mit grauen Augenbrauen: Susanne Heidegger, die Inhaberin des Coiffeursalons Gallery Hairstyle in Bern, bringt den Look von einer der ersten Kundinnen wieder in Schuss. Peter Klaunzer/Keystone


Man brauchte nicht Hellseherin oder Hellseher zu sein, um vorauszusagen, dass sich die Friseurgeschäfte heute nicht über mangelnde Kundschaft beklagen können. Die Haarschneiderinnen und -schneider werden wohl einige wildgewordene Frisuren zähmen müssen. Oder mit der Schere zu Rettungsmissionen für gescheiterte Selbstversuche ansetzen.

Was ist der Frühling ohne Geranien? Diese Kundin in einem Bau- und Gartencenter ist nicht mehr weit von ihrem Ziel entfernt. Allerdings erhält sie von der Angestellten eine Kontrollnummer zur Verhinderung, dass sich zu viele Personen im Geschäft aufhalten. Gian Ehrenzeller/Keystone

Ab sofort können die Menschen auch wieder in Kosmetik- oder Nagelstudios und Baumärkte sowie Gartencenter gehen. Ebenfalls Ärzte, Zahnärztinnen und Physiotherapeuten können ihre Praxen nunauch wieder für nicht dringende Termine öffnen. Die Ärzteschaft in den Krankenhäusern kann wieder Eingriffe vornehmen, die seit Beginn der Krise aufgeschoben waren.

Doch Achtung: Die Verhaltensregeln zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus gelten nach wie vor. Es gilt, Abstand zu halten und Gruppen von mehr als fünf Personen zu vermeiden.

Eine Kundin deckt sich in einem Gartencenter im Waadtländischen Villeneueve mit dem Grün ihrer lang gehegten Gartenträume ein. Laurent Gillieron/Keystone

Eine Maskenpflicht besteht in der Öffnungsphase in der Schweiz nicht. Aber die Läden müssen verschärfte Hygieneauflagen einhalten und für Abstand zwischen den Kunden sorgen. Schulen und weitere Geschäfte sollen in zwei Wochen wieder öffnen.

Das Leben wiederentdecken: Ein Paar beim gemeinsamen Schlendern durch die grosse Halle des Baumarktes im Zürcherischen Schlieren, Ennio Leanza/Keystone

Wenn die Zahl der Infektionen nicht deutlich steigt, sollen ab 8. Juni auch Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Bibliotheken und Zoos wieder offen sein für Menschen.

Am heutigen Tag lockern auch diverse andere Länder ihren wochenlangen Stillstand. So etwa Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Norwegen, Grossbritannien, Türkei, Ungarn und Australien. Österreich hatte die Lockerung der Corona-Auflagen bereits letzte Woche gelockert.

Die Coronakrise in Bildern – unsere fortlaufende Galerie zum Leben in der Schweiz im Stillstand:

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