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FRANKFURT (awp international) - Die Lufthansa hält im Frachtgeschäft ihren Rekordgewinn aus dem Vorjahr fest im Blick. "Wir sind nicht so verwegen zu glauben, dass wir das Ergebnis von 2010 in diesem Jahr noch einmal toppen können", sagte der neue Chef der Konzerntochter Lufthansa Cargo, Karl Ulrich Garnadt, am Montag beim Luftfahrt-Presse-Club in Frankfurt. "Aber wir versuchen, so dicht wie möglich ranzukommen." Im Jahr 2010 hatte Lufthansa Cargo dank der boomenden Nachfrage nach der Wirtschaftskrise operativ 310 Millionen Euro verdient, so viel wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte. "Mit 20 Prozent weniger wäre ich in diesem Jahr zufrieden", sagte Garnadt.
Der derzeit hohe Ölpreis könnte dem Unternehmen indirekt sogar zugute kommen. "Wir können die höheren Treibstoffpreise derzeit an unsere Kunden weitergeben", sagte Garnadt. Zugleich bleibe das Angebot an Frachtflugzeugen auf dem Markt auf diese Weise knapp. Die spritfressenden alten Frachtflieger, die von anderen Gesellschaften in der Wirtschaftskrise in der Wüste geparkt worden waren, liessen sich bei den herrschenden Kerosinpreisen nicht rentabel betreiben und blieben ausser Betrieb. Daher sieht Garnadt auch die Chance auf höhere Frachttarife. Wenn die Entwicklung anhalte, könnten die Preise in der Luftfracht ab Herbst steigen.
Zugute kommen dem Unternehmen laut Garnadt eine "sehr stabile Exportnachfrage" aus Europa sowie ein starkes Geschäft auf den Atlantikstrecken. Dies gleiche die schwache Entwicklung in China aus. Die Frachttransporte aus dem bevölkerungsreichsten Staat der Welt legten zuletzt kaum noch zu. Dafür importieren die Chinesen mehr Ware aus dem Ausland, wodurch die Frachtflieger auch auf dem Hinflug besser ausgelastet seien. Aus Japan komme nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe etwas weniger Fracht, dafür legten die Transporte in das gebeutelte Land zu.
Das geplante Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen hält Lufthansa Cargo unterdessen weiter in Atem. Eine endgültige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts erwartet der Vorstand erst im kommenden Jahr, wenn der Flughafenbetreiber Fraport die neue Landebahn längst in Betrieb genommen hat. Bislang sieht die Genehmigung insgesamt 17 Nachtflüge in der Zeit von 23 bis 5 Uhr vor. Die vorige Gerichtsinstanz hatte diese Regelung jedoch gekippt.
Lufthansa Cargo will im kommenden Winter von 17 Nachtflügen alleine 10 bis 11 für sich beanspruchen. "Das sind 40 bis 50 Prozent unseres Betriebs hier", sagte Garnadt. Lufthansa Cargo begründet dies unter anderem mit den Anforderungen der weltweiten Lieferketten. Für den Fall, dass ein absolutes Nachtflugverbot käme, hat Garnadt keine Lösung parat. Dann werde Lufthansa Cargo in Frankfurt schrumpfen./stw/tw

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