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Lufthansa Technik vor einer Schlechtwetterzone

HAMBURG (awp international) – Die Lufthansa Technik muss in diesem Jahr eine Schlechtwetterzone durchfliegen. Es dürfte sehr schwer werden, die guten Umsatz- und Ergebniszahlen des Vorjahres wieder zu erreichen, sagte Vorstandschef August Wilhelm Henningsen am Mittwoch in Hamburg. Den Airlines gehe es nach wie vor sehr schlecht, der Markt für Wartung und Überholung wachse nicht und der Preisdruck sei enorm. «Die Krise der Luftfahrt führt zu verringertem Flugangebot und stark rückläufigen Erträgen», sagte Henningsen. «Die Fluggesellschaften geben ihren Kostendruck an uns weiter.»
Im Vorjahr ist es der Lufthansa Technik jedoch gelungen, trotz der Probleme der Branche den Umsatz zu steigern und den Marktanteil auszubauen. Weltweit ging der Markt für Flugzeugwartung, Reparatur und Überholung um rund eine Milliarde Dollar auf 41 Milliarden Dollar (knapp 30 Mrd Euro) zurück, die Technik-Tochter des Lufthansa- Konzerns steigerte dagegen ihren Umsatz um 6,6 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro und damit ihren Weltmarktanteil von 15 auf 16 Prozent. Auch das operative Ergebnis erhöhte sich um 5,7 Prozent auf 316 Millionen Euro. «Das ist eine Leistung, auf die alle unsere Mitarbeiter zu Recht stolz sein können», sagte Henningsen.
Wichtigster Kunde ist der Mutterkonzern mit einem Anteil von 42 Prozent, doch bietet die Lufthansa Technik ihre Dienstleistungen längst weltweit an und versorgt fast 700 Kunden. Die Grundauslastung durch die Lufthansa, die grosse Kundenbasis und die vollständige Produktpalette mit allen modernen Flugzeugen und Triebwerken seien die Erfolgsfaktoren, sagte der Vorstandschef. «Durch schlanke Prozesse haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessert.» Auch innovative selbstentwickelte Produkte etwa im Bereich modernster Kabinenausstattung und flexible Arbeitszeitmodelle hätten einen wichtigen Beitrag geleistet. Die Arbeitnehmer könnten sich daher auf sichere Arbeitsplätze verlassen. Die Belegschaft des Teilkonzerns nahm um 2,9 Prozent auf 19.760 zu./gi/DP/tw

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