Luzern soll mehr Ausbildungsplätze in der Kinderbetreuung schaffen
Die Stadt Luzern soll in der schulergänzenden Betreuung bis 2030 zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament dafür einen Sonderkredit von 12,8 Millionen Franken.
(Keystone-SDA) Dieser Betrag umfasst die wiederkehrenden Kosten für die zusätzlichen Stellen über zehn Jahre.
Die Stadt soll sowohl das Angebot an Lehrstellen für angehende Fachpersonen Betreuung als auch die Zahl der Ausbildungsplätze in der Sozialpädagogik aufstocken, wie aus dem heute publizierten Bericht und Antrag des Stadtrats hervorgeht.
Statt der bisher im Ausgaben- und Finanzplan vorgesehenen 27, soll Luzern 2030 45 Lehrstellen anbieten.
Das Angebot an Ausbildungsplätzen in der Sozialpädagogik soll bis dahin von bislang vier auf 13 anwachsen.
Der Ausbau der Praktikumsplätze von 36 im nächsten Jahr auf 46 im 2030 ist im Aufgaben- und Finanzplan bereits vorgesehen.
Anpassung an Wachstum der letzten Jahre
Die Zahl der Ausbildungsplätze werde so an den in letzten Jahren stark gewachsenen Personalbedarf angepasst.
Zwischen 2014 und 2025 hat die Stadt Luzern das Platzangebot am Mittag mehr als verdreifacht und die Ganztagesplätze mehr als verdoppelt. Bisher wurde jedoch das Ausbildungsangebot «bei Weitem nicht entsprechend dem Wachstum entwickelt», wie es im Bericht und Antrag heisst. Luzern rechnet mit einer auszubildenden Person pro 30 zu betreuende Kinder.
Zudem will die Stadt auf die gestiegenen Qualitätsvorgaben für die Kinderbetreuung im vorschulischen Bereich reagieren, welche das kantonale Stimmvolk mit der Annahme des Kinderbetreuungsgesetzes Ende November 2025 beschlossen hat.
Bis 2030 soll der Ausbau der Ausbildungsplätze nun erfolgen. Danach erwartet die Stadt eine Abflachung der Nachfrage in der schulergänzenden Betreuung.