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Maillard bei der SVP: «Grossbanken gehen bankrott, die AHV nicht»

(Keystone-SDA) Pierre-Yves Maillard, Waadtländer SP-Ständerat und Gewerkschaftspräsident, hat am Freitag an der Albisgüetli-Tagung die bürgerliche Kampagne gegen eine 13. AHV-Rente als «aggressiv» und «irreführend» bezeichnet.

Entgegen allen düsteren Prognosen sei die AHV bis heute nicht pleite gegangen, und sie werde es auch morgen nicht, sagte Maillard vor rund 1000 SVP-Mitgliedern. «Die Grossbanken gehen manchmal bankrott – die AHV nicht.» Eine 13. AHV-Rente sei nicht nur nötig, die Schweiz habe auch die Mittel, um sie zu bezahlen.

Die bürgerliche Kampagne gegen die 13. AHV-Rente bezeichnete Maillard als «aggressiv», «zynisch» und «irreführend». Da würden Arme als reich bezeichnet, obwohl dies gar nicht zutreffe.

Er kenne etwa eine Rentnerin, die nicht genug Geld habe, um ihr Haus zu heizen. Weil sie aber noch dieses alte Haus besitze, könne sie keine Ergänzungsleistungen beziehen und gehöre gemäss den Bürgerlichen zu den «wohlhabenden Rentnern».

«So überflüssig wie ein Ski-Abonnement»

Für ein Land gebe es doch nichts Wichtigeres, als dafür Sorge zu tragen, dass die ganze Bevölkerung zu essen und ein warmes Dach über dem Kopf habe. Vielleicht seien andere Ausgaben etwas überflüssig? «So überflüssig wie ein Ski-Saisonabonnement für die Bundesräte zum Beispiel. Herr Blocher, ich bin sicher, dass Sie diese bodenständige Überlegung sehr wohl verstehen», sagte Maillard weiter.

Es gebe aber einen grossen Unterschied zwischen Blocher und einem grossen Teil der Bevölkerung. «In der Bevölkerung brauchen viele diese 13. AHV-Rente, sie brauchen sie dringend.»

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