Marco Rima über die Corona-Zeit, seine Kinder und seinen Glauben
Marco Rima hat nach eigenen Aussagen im "SonntagsBlick" in schwierigen Zeiten Trost in seinem Glauben gefunden. Seine ablehnende Haltung gegenüber den staatlichen Corona-Massnahmen hatte ihm viel Kritik eingebracht.
(Keystone-SDA) «Wenn ich jung gewesen wäre, wäre ich wohl daran zerbrochen. Doch das ist das Schöne am Älterwerden: Du reflektierst anders und bist mittiger», sagte er der Zeitung. Die Religion habe ihm bei der Verarbeitung geholfen. Er sei römisch-katholisch aufgewachsen und immer noch mit der Kirche verbunden, obwohl er aus ihr ausgetreten sei. «Ich bete jeden Abend», sagte Rima.
Der 64-jährige Komiker blickte im Rückblick versöhnlich auf die Pandemiezeit. Nach seinem Empfinden habe damals die respektvolle Debattenkultur gefehlt. Heute versuche er, anderen mit mehr Verständnis zu begegnen. «Nicht gleich mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, sondern mich zuerst in seine Situation zu versetzen», sagte Rima. Auch Freundschaften seien trotz Meinungsverschiedenheiten erhalten geblieben.
Als Vater von vier Kindern – zwei davon im Teenageralter – habe er gelernt, seine öffentliche Rolle zu relativieren. «Für meine Kinder bin ich nur der Papi, manchmal peinlich und manchmal beliebt. Das wirft dich in eine komplett andere Realität hinein, und du merkst, du bist einer von ganz vielen, ein Nobody mit genau einer Stimme unter Milliarden.»