Mehr Konkurse im September 1999
Die Zahl der Konkurse in der Schweiz ist im September nach zwei Monaten mit einem Rückgang wieder gestiegen. Die Pleiten von Firmen und Privaten nahmen um 3,9 Prozent auf 699 Fälle zu. Für die ersten neun Monate fällt die Bilanz dennoch positiv aus.
Die Zahl der Konkurse in der Schweiz ist im September nach zwei Monaten mit einem Rückgang wieder gestiegen. Die Pleiten von Firmen und Privaten nahmen um 3,9 Prozent auf 699 Fälle zu. Für die ersten neun Monate fällt die Bilanz dennoch positiv aus.
Die Zahl der Firmenkonkurse stieg im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,2 Prozent auf 346 Fälle, wie die in der Wirtschaftsauskunft tätige Creditreform am Mittwoch (13.10.) bekannt gab. Die privaten Konkurse erhöhten sich um 3,5 Prozent auf 353 Fälle.
Dank der konjunkturellen Erholung zeigt sich im längerfristigen Vergleich aber nach wie vor ein positives Bild. Von Januar bis September 1999 nahm die Zahl aller Konkurse um 4,4 Prozent auf 6’337 Fälle ab. Rund die Hälfte entfällt dabei auf Firmen- und private Pleiten.
Bis Ende Jahr dürften gemäss Schätzung der Creditreform rund 8’500 (Vorjahr 8850) Konkurse gezählt werden. Bereits in den beiden Vorjahren waren die Konkurszahlen gesunken. 1996 war mit 10’192 Pleiten ein Spitzenwert erreicht worden.
Auf hohem Niveau verharren dürfte laut Creditreform 1999 die Zahl der neu im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) eingetragenen Firmen. Mit 30’000 bis 31’000 Neueintragungen dürften die Zahlen aus den beiden Vorjahren knapp wieder erreicht werden. Gleichzeitig werde die Zahl der Löschungen jedoch mit rund 22’000 (Vorjahr knapp 21’000) auf einen Rekordwert steigen. Dies hänge mit der anhaltenden Strukturbereinigung in der Schweizer Wirtschaft zusammen. Fusionen und Abspaltungen von Firmenteilen, die später liquidiert würden, spiegelten sich in diesen Zahlen wider.
SRI und Agenturen
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