Niemand wählt gerechter als das Los

Bei der Bestellung des Parlaments denken wir automatisch an Wahlen. Doch wie demokratisch sind Wahlen wirklich? Am Anfang der Demokratie, also in Athen, stand die Wahl per Los. Diese alte Idee wollen mehrere Gruppen in der Schweiz nun wiederbeleben. Zwei junge Forscher aus Lausanne haben die historische Spur des Losverfahrens in der Schweiz aufgenommen.

Dieser Inhalt wurde am 26. Juni 2019 - 11:00 publiziert

Politische Eliten und das Geld würden die Wahlen bestimmen, so äussern sich immer wieder kritische Stimmen zur Schweizer Demokratie. Doch was wäre die Alternative? Einige sagen: das Losverfahren. Es bestimmt die Volksvertreter unabhängig von deren Herkunft, Einfluss und Verbindungen. 

In der Schweiz gibt es zurzeit mehrere Bewegungen, die Losverfahren zum Ziel haben: Generation Nomination schlägt vor, Nationalratsmitglieder per Los auszuwählen. In Biel wollte die Bewegung Passerelle, dass die Hälfte des Stadtparlaments per Los bestimmt wird. Auf nationaler Ebene will die Justiz-Initiative, dass die Wahl der Bundesrichterinnen und Bundesrichter künftig per Los erfolgt.

Losvefahren sind aber keine neue Erscheinung, sondern reichen zurück zu den Anfängen der Demokratie im antiken Griechenland. An der Universität Lausanne haben sich die jungen Politologen Maxime Mellina und Aurèle Dupuis dem Thema und der Geschichte des Losverfahrens in der Politik angenommen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen