Museum für Gestaltung in Zürich auf dem 2. Platz hinter Kunsthaus
(Keystone-SDA) Zürich – Fast 160’000 Personen haben 2009 die Ausstellungen des Museums für Gestaltung in Zürich besucht, so viele wie noch nie seit 1944, als die Eintritte erstmals statistisch erfasst wurden. 50’000 Personen sahen allein die Fotoschau «Michel Comte».
Das Museum für Gestaltung umfasst drei ausstellende Institutionen: das Mutterhaus an der Ausstellungsstrasse, das Museum Bellerive im Seefeld und der Plakatraum an der Limmatstrasse. Sie wurden insgesamt von 158’062 Personen besucht, wie Direktor Christian Brändle vor den Medien sagte.
Damit nehme sein Museum – zusammen mit dem Landesmuseum – hinter dem Kunsthaus den zweiten Rang in Zürich ein. Zählt man die Personen dazu, die im letzten Jahr Ausstellungen des Museums im Ausland besucht haben, kommt man gar auf weit über 250’000. So war etwa die Schau «Kopf an Kopf – Politikerporträts» in Lissabon zu sehen und «Hermann Obrist» in München.
Viel Spannung verspricht auch das Programm 2010. «Paradies Schweiz» in der Galerie des Museums für Gestaltung befasst sich mit «typischen Schweizer Motiven» wie Berge, Kühe und Trachten, die jeweils in Krisenzeiten allenthalben auf politischen und kulturellen Plakaten erscheinen.
Den Wandel von Paarbeziehungen und Schriftbildern auf Plakaten zeigt der Plakatraum. «Make up» untersucht das Design der Oberfläche. Kleidermode aus Papier und Kronleuchter sind im Museum für Bellerive zu bewundern.
Weitere Ausstellungen sind in der grossen Ausstellungshalle des Museums für Gestaltung zu sehen: Von Mitte Juli bis Mitte Oktober wird das Werk der französischen Innenarchitektin und Möbelentwerferin Charlotte Perriand (1903-1999) dokumentiert.
Hier findet bis 30. Mai auch die erste Ausstellung des Jahres statt: «Global Design», ein aufwendig gestalteter Parcours durch das Global Village, thematisiert das Verhältnis von Globalisierung und Gestaltung.