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Harare (awp/sda) - Nach knapp drei Wochen hat Nestlé seine Fabrik in Simbabwe wieder in Betrieb genommen. Der Waadtländer Lebensmittelkonzern hatte die Produktion stillgelegt, weil er sich von den Behörden erpresst sah.
Die Regierung Simbabwes habe zugesichert, die Tätigkeit nicht zu behindern, begründete ein Firmensprecher am Dienstag den Entscheid gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Nestlé stellt in der Fabrik Milchpulver her und war nach eigenen Angaben seit Oktober unter Druck gesetzt worden, Milch von bestimmten Landwirtschaftsbetrieben zu beziehen. Im Oktober hatte Nestlé die Zusammenarbeit mit einer Farm beendet, welche der Gattin des umstrittenen Präsidenten Robert Mugabe gehört.
Als im Dezember die Polizei zwei Manager von Nestlé kurzzeitig in Gewahrsam nahm, schloss Nestlé die Fabrik.
Mugabe regiert das heruntergewirtschaftete Land im Süden Afrikas seit 1980 mit harter Hand und steht international unter Verruf. Weltweit Schlagzeilen machten seine Landreformen, bei denen die Landwirtschaftsbetriebe im Besitz von Weissen enteignet wurden.
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