Neuer Sitz des Zuger Verwaltungsgerichts im Theilerhaus eröffnet
Das denkmalgeschützte und totalsanierte Theilerhaus in Zug ist am Donnerstag eröffnet worden. In dem früheren Fabrikgebäude hat neu das Verwaltungsgericht des Kantons Zug seinen Sitz. Zudem ist in ihm ein Restaurant untergebracht, wie die Baudirektion mitteilte.
(Keystone-SDA) Das Theilerhaus ist 1896 vom Industriellen Richard Theiler erbaut worden, der darin von ihm entwickelte Stromzähler produzieren liess. Die Firma wurde von Heinrich Landis und Karl Heinrich Gyr übernommen. Unter dem Namen Landis & Gyr wurde sie weltbekannt.
Das Theilerhaus, das südlich der Altstadt an der Hofstrasse liegt, wurde 1989 vom Kanton gekauft. Jahrelang stand es leer. Dies ändert sich nun: Am 24. Februar nimmt in den drei Obergeschossen das Zuger Verwaltungsgericht seine Tätigkeit auf.
Im Theilerhaus befindet sich zudem neu das Restaurant «La Speranza» (Hoffnung). Der Name soll an die vielen italienischen Arbeiterinnen erinnern, welche ab den 1950er-Jahren auf der Suche nach Arbeit nach Zug kamen, bei Landis & Gyr arbeiteten und ein neues Leben begannen. Fotos von Arbeiterinnen und Arbeitern der Landis & Gyr schmücken die Wände des Restaurants.
Neben dem Theilerhaus sollen mit der Shedhalle und dem Hochbau Süd weitere industrielle Bauten erneuert werden. In diesen sind ebenfalls kantonale Verwaltungseinheiten untergebracht. Ein Trakt wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das Projekt wird derzeit durch Einsprachen blockiert.