Österreich folgt bei Leerverkauf-Verbot deutscher Linie
WIEN (awp international) – In Österreich hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) das bis Ende Mai geltende Verbot hochspekulativer Wetten auf fallende Aktienkurse von Finanzunternehmen ein weiteres Mal verlängert. Die Alpenrepublik folgt damit der deutschen Finanzaufsicht BaFin, die in der vergangenen Woche «ungedeckte Leerverkäufe» in Aktien von zehn führenden Finanzkonzernen sowie in Staatsanleihen aus Euro-Ländern unbefristet untersagt hat. In Österreich gilt das Verbot nun zunächst bis einschliesslich 30. November 2010.
Betroffen sind die Aktien der Erste Group Bank, Raiffeisen International Bank-Holding, UNIQA Versicherungen und Wiener Städtische Versicherung (Vienna Insurance Group), wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Die FMA verbietet Börsenwetten auf fallende Kurse schon seit Oktober 2008. Das Verbot gilt jeweils für maximal sechs Monate und wurde nun zum achten Mal verlängert.
Bei einem «ungedeckten Leerverkauf» verkaufen Investoren Aktien, die sie weder besitzen noch geliehen haben. Sie spekulieren dann darauf, dass diese an Wert verlieren, um sie anschliessend billiger zurückkaufen können. International steht ein Verbot dieser hochspekulativen Geschäfte noch aus./cfn/DP/he