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OIL/Preise durch Gewinnmitnahmen belastet

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) – Die Ölpreise haben am Montag einen Teil ihrer deutlichen Kursgewinne vom Wochenausklang abgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete gegen Mittag 78,29 US-Dollar. Das waren 57 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 72 Cent auf 77,40 Dollar.
Händler begründeten die schwächere Tendenz am Ölmarkt überwiegend mit Gewinnmitnahmen. Viele Investoren hätten die starken Kursgewinne am Freitag genutzt, um Gewinne einzustreichen, hiess es. Unterstützung hätten die Ölpreise indes durch den Tropensturm Alex erfahren. Wegen des Sturms mussten bereits einige Anbieter ihre Ölplattformen im Golf von Mexiko schliessen.
Auch die Commerzbank verweist auf den ersten Tropensturm der sogenannten Hurrikan-Saison, die von Juni bis November andauert. «Mexiko hat am Wochenende bereits zwei wichtige Ölhäfen schliessen müssen. Aus diesen werden mehr als 1,1 Millionen Barrel Rohöl pro Tag und damit 80 Prozent der mexikanischen Öllieferungen verschifft.» Je nach Sturmverlauf könnte es zu Störungen der Ölproduktion kommen und zugleich die Eindämmung der BP-Ölkatastrophe erschwert werden.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist hingegen gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 73,82 US-Dollar. Am Donnerstag hatte ein Barrel noch 72,93 Dollar gekostet. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./bgf/jsl

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