CVP-Rezepte gegen Gesundheitskosten
Die CVP-Delegierten haben am Samstag eine Resolution zur Senkung der Kosten im Gesundheitswesen verabschiedet. Sie wollen die Spitzenmedizin auf wenige Spitäler konzentrieren und Gruppenpraxen fördern.
Kernpunkt des Planes, der von der Parteispitze bereits anfangs April vorgestellt wurde, ist die Aufteilung der Schweiz in fünf Gesundheitsregionen. Anstelle der Kantone sollen diese das Angebot steuern, wobei jede Region ein Zentrumsspital mit Spitzenmedizin hätte.
Die Vorstellungen der Christlichdemokratischen Partei (CVP) betreffen aber auch die Arztpraxen. Die künftige Grundversorgerpraxis soll keine Einzelpraxis, sondern eine Gruppenpraxis sein.
Die CVP-Basis hat sich mit 167:14 Stimmen ausserdem für die Unterstützung der Hausarzt-Initiative ausgesprochen. Ziel ist die langfristige Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung durch Hausärzte.
CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay forderte in seiner Rede zudem eine schwarze Liste für pädophile Straftäter. «Wir werden dazu eine entsprechende Motion im Parlament einreichen», kündigte er an.
Zentrales Thema der CVP-Delegiertenversammlung war die Suche nach einem «erkennbaren Profil» der Partei und nach Inhalten für das «C» im Namen.
Gott und die Kirche kommen dabei nicht zum Zug, dafür humanitäre Werte.
Als christliche Grundwerte der Partei nennt ein von einer Arbeitsgruppe ausgearbeitetes Grundsatzpapier das Einstehen für Menschenwürde, Eigenverantwortung, Solidarität und eine differenzierte Konsenspolitik der Mitte.
swissinfo.ch und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch