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Politik und Literatur unter einem Hut

Mit Peter von Matt wird ein Schweizer Essayist ausgezeichnet, der wie kein zweiter versteht, Literatur und Politik für seine Leserinnen und Leser zum Genuss zu machen.

Dieser Inhalt wurde am 16. Januar 2003 - 18:04 publiziert

Der emeritierte Literaturprofessor gilt als einer der besten zeitgenössischen Schweizer Autoren.

"Wer die Schweiz, die Schweizer, ihre Politik, Literatur, ihre Komplexe und Motive verstehen will, wird kaum irgendwo bessere Auskunft finden als hier." Gemeint ist in dieser Rezension der "Frankfurter Rundschau" das Buch "Die tintenblauen Eidgenossen. Über die literarische und politische Schweiz" des Literatur-Wissenschafters Peter von Matt.

Von Jeremias Gotthelf bis Adolf Muschg führt von Matt im prämierten Buch durch die Schweizer Literaturgeschichte und ihre Beziehung zur Politik. Rund zwei Dutzend Texte, Zeitungsartikel und Reden über die Schweiz und ihre Dichter.

Zielsicher analysiert er Land und Leute, Politik und Literatur, die Schweiz und ihre nationalen Mythen.

Selber ein Dichter

Für die "Neue Zürcher Zeitung" gehört Peter von Matt damit "zu den wenigen Essayisten, die, indem sie über Dichter und Dichtung schreiben, selber zu Dichtern werden".

Der deutsche Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki schätzt von Matt gar als "besten zeitgenössischen Schweizer Autor" ein. Von Matt wird derzeit von vielen Literaturkritikern gleich nach Dürrenmatt und Frisch genannt.

Auch Bundesrat Moritz Leuenberger hat sein prämiertes Buch auf dem Nachttisch liegen. Ein Buch, das nicht von der Lektüre der zitierten Werke enthebt, sondern eher den Sinn für diese und ihre Autoren schärft.

Von Matt publiziert seit 1965, seine kreativsten Jahrzehnte waren bisher die 80er und die 90er Jahre. Seit 1991 hat er mehrere nationale und internationale Preise erhalten.

Sohn eines Buchhändlers

Als Sohn eines Luzerner Buch- und Schreibwaren-Händlers hatte der 1937 geborene von Matt schon bald den Duft von Büchern eingeatmet. Er studierte Germanistik, Anglistik und Kunstgeschichte in Zürich, Nottingham und London.

Von 1976 bis 2002 war Peter von Matt Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Ausserdem hatte er diverse Gastprofessuren inne, an den Universitäten Bern, Basel und Stanford in den Vereinigten Staaten.

Er ist Mitglied in diversen Akademien in Deutschland und betätigt sich als Literaturkritiker und Publizist, hauptsächlich bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Neuen Zürcher Zeitung".

Heute lebt er mit seiner ebenfalls publizistisch tätigen Frau im zürcherischen Dübendorf. Mit der Preisverleihung in seiner Heimatstadt Luzern scheint sich nun der Kreis für Peter von Matt zu schliessen.

swissinfo, Christian Raaflaub

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