Ambühl soll den Steuerknoten lösen
Der Bundesrat hat am Mittwoch den neu geschaffenen Posten als Staatssekretär für Internationale Finanz- und Steuerfragen mit Michael Ambühl besetzt. Ambühl war bislang Staatssekretär des Aussendepartements. Er wird durch UNO-Botschafter Peter Maurer ersetzt.
Mit Ambühl übernimmt ein in Wirtschafts- und Steuerfragen versierter Diplomat den neuen Posten im Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD). So führte er letztes Jahr etwa die Verhandlungen zwischen der Schweiz und den USA wegen der UBS-Steueraffäre.
Unter anderem war Ambühl 2001 bis 2004 auch Chefunterhändler für die Bilateralen Verträge II. Dabei hatte er das Zinsbesteuerungs-Abkommen zwischen der Schweiz und der EU massgeblich mitgeprägt.
Ambühls neues Wirkungsfeld werden Internationale Finanz- und Steuerfragen sein. Das Staatssekretariat wurde Ende letzten Jahres geschaffen, nachdem die Schweiz international wegen des Bankgeheimnisses unter Druck geraten war. Die Schweiz will mit dem neuen Posten, ihre internationale Stellung in Steuerfragen stärken.
Ambühl war seit 2005 hinter Aussenministerin Micheline Calmy-Rey die Nummer zwei im Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
Abgelöst wird er durch Botschafter Peter Maurer, zurzeit Leiter der Schweizer UNO-Mission in New York. Im Juni 2009 war er zum Vorsitzenden eines Ausschusses der 64. UNO-Generalversammlung gewählt worden. Eine Premiere, war es doch das erste Mal, dass die Schweiz den Vorsitzenden eines Hauptausschusses der UNO-Generalversammlung stellte.
swissinfo.ch und Agenturen
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