Bern konzentriert sich auf Göldis Freilassung
Am Tag nach Rachid Hamadanis Rückkehr in die Schweiz verlautet aus dem Departement für auswärtige Angelegenheiten, nun werde alles versucht, die andere Geisel in Libyen frei zu bekommen. Doch das sei "schwierig".
Max Göldi befinde sich an einem «annehmbaren» Ort. Er sei bei guter Gesundheit, sagte Aussenministerin Micheline Calmy-Rey vor den Medien in Bern.
Nun werde mit «grosser Intensität» an der Freilassung der zweiten Geisel gearbeitet, die seit über 19 Monaten in Libyen festsitzt. Göldi hat inizwischen eine viermonatige Gefängnisstrafe angetreten.
Zum weiteren Vorgehen des Bundesrats wollte sich Calmy-Rey nicht äussern. Sie begründete dies mit Verweis auf die Tatsache, dass der Schweizer in Libyen im Gefängnis sitzt.
Auch zur Frage, ob die EU für ihre Solidarität mit der Schweiz Gegenforderungen gestellt habe, äusserte sich Calmy-Rey nicht. Die Situation sei «schwierig» und «delikat».
Die Aussenministerin betonte, der Bundesrat habe die Unterstützung der Europäischen Union «sehr geschätzt». Deren Solidarität habe einen positiven Effekt gehabt. Die sofortige Aufhebung der Visa-Restriktionen steht offenbar nicht zur Diskussion. Calmy-Rey sagte auf eine entsprechende Frage, die Strategie werde beibehalten.
swissinfo.ch und Agenturen
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