Bundeshaus ganz in Frauenhand
Auf Einladung von Bundespräsidentin Doris Leuthard sowie den Präsidentinnen von National- und Ständerat sind am Samstag rund 700 Frauen aus der ganzen Schweiz zu einem Begegnungstag im Berner Bundeshaus zusammengetroffen.
39 Jahre nach der Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechts werden der Nationalrat, der Ständerat und der Bundesrat erstmals von drei Frauen geleitet: Pascale Bruderer (SP/AG), Erika Forster (FDP/SG) und Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD). Die drei Politikerinnen haben deshalb die Gelegenheit genutzt, Frauen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichen Lebenswegen miteinander ins Gespräch zu bringen.
Die zunächst gruppenweise geführten Gespräche kreisten um die Rollen der Frauen als Mutter, Grossmutter und Chefin sowie um Themen wie aussergewöhnliche Berufe, Berufung, Medizin, Schönheit und Staatsdienst. Die Gespräche und Fragerunden wurden von Vertreterinnen der SVP, FDP, CVP, SP und der Grünen moderiert.
Leuthard gab in der Schlussrunde ihrer Hoffnung Ausdruck, dass der Schwung auch genutzt werden kann, um weitere Fortschritte zu erzielen. So seien Frauen in leitenden Funktionen beispielsweise in der Forschung und Wirtschaft nach wie vor untervertreten. Der Frauenanteil nehme mit jeder Stufe der Karriereleiter ab. «Es bleibt also noch einiges zu tun», folgerten die drei Präsidentinnen. Das gelte auch bei der Lohngleichheit.
swissinfo.ch und Agenturen
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