Bundesrat Maurer lobt General Guisan
Vor rund 1000 Auns-Mitgliedern und Sympathisanten hat Bundesrat Ueli Maurer am Samstag in Bern den Sonderfall Schweiz verteidigt und General Guisan hochleben lassen. Dessen Leistungen seien ihm, Maurer, wichtige Lehren.
Verstorben fast auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 7. April 1960, war General Guisan «Gewährsmann und Garant für eine Schweiz, die den Mut hat, den eigenen Weg zu gehen», sagte Verteidigungsminister Ueli Maurer an der 25. Mitgliederversammlung der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns). Gleichzeitig zog er zahlreiche Parallelen zu heute.
Die Politik habe es Guisan damals nicht leicht gemacht; die Armee sei nach dem Ersten Weltkrieg finanziell vernachlässigt worden. «Als die Armee 1939 mobilisierte, führte der General ein Heer, dem von naiven Friedenspolitikern in den Jahren zuvor eine moderne Ausrüstung weitgehend verweigert worden war», sagte Maurer.
Diese Unterlassung wäre im Ernstfall mit Toten bezahlt worden. Heute sei das nicht anders. Und weil er für die Armee und die Soldaten verantwortlich sei, nehme er das Vermächtnis des General sehr ernst.
Auns-Präsident Primin Schwander geisselte die Schweizer Politik als Ganzes. Der Bundesrat regiere das Land mit Unverstand, wie die Aussenpolitik zeige. In der Wirtschaftspolitik versuchten Wirtschaftskapitäne unter dem Deckmantel liberaler Gesinnung «die Gewinne zu privatisieren und Verluste zu verstaatlichen».
Zuviel gebe der Bund für soziale Wohlfahrt aus, ohne sich jedoch um den Zustand der AHV zu kümmern. Schengen sei nichts als Lug und Trug, weshalb die Forderung laute: «Kündigung des Schengener Abkommens».
swissinfo.ch und Agenturen
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