Fünfte Schweiz stimmte teils anders
Auslandschweizer haben die Initiative zum Verbot von Minaretten weniger stark unterstützt als die Stimmbürger in der Schweiz. Dies zeigen die Resultate in fünf Kantonen.
Basel-Stadt, Luzern, Appenzell-Innerrhoden, Genf sowie die Waadt sind die einzigen Kantone der Schweiz, die in den Abstimmungsresultaten die Gruppe der Auslandschweizer gesondert ausweisen.
Die Zahlen können zwar nicht auf das Stimmverhalten all jener Auslandschweizer hochgerechnet werden, die in den 26 Kantonen registriert sind. Dennoch ergeben sich interessante Vergleiche.
Appenzell-Innerrhoden ist der einzige Kanton, in dem auch die Auslandschweizer das Minarettverbot annahmen. Aber die 55,1% Ja-Stimmen der Appenzeller aus der Fünften Schweiz liegen massiv unterhalb des 71,5% Ja-Anteils der Inland-Appenzeller.
Stark differiert ist das Ergebnis auch im Kanton Luzern. Dem Ja-Stimmenanteil von 40,9% der Ausland-Luzerner steht eine satte Zustimmung von 61,2% in der Zentralschweiz gegenüber.
In Basel-Stadt stimmte die Ausland-Gemeinde mit 40,1% für das Bauverbot, während die Zustimmung am Rhein mit 48,4% ebenfalls deutlich höher war.
45,8% der Waadtländer-Stimmbürger im Ausland befürworteten das Minarettverbot, während der Ja-Anteil im Kanton mit 46,9% etwa gleich hoch ausfiel.
Kaum Unterschiede zeigt auch der Stadtkanton Genf. 40,9% der Bürger im Ausland hiessen das Bauverbot gut. Die Zustimmung in der Calvin-Stadt war mit 40,3% Ja-Stimmen unwesentlich geringer.
swissinfo.ch
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