Leuthard: «Humanitäre Prinzipien nicht vergessen»
Die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard hat am Mittwoch, dem internationalen Holocaust-Gedenktag und dem 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dazu aufgerufen, "die humanitären Prinzipien nicht zu vergessen und sie zu respektieren".
«Der 27. Januar 1945 löst noch immer starke Erinnerungen aus und bleibt ein Tag von grosser symbolischer Bedeutung», schrieb Leuthard. Sie erinnerte daran, dass der Diebstahl des Schriftzugs «Arbeit macht frei» über dem Eingang zum ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau vor wenigen Wochen weltweit Empörung und Entsetzen ausgelöst habe.
«Zu Recht, denn wir alle wissen, was der nationalsozialistische Hass hinterliess: Not und Verzweiflung, verbrannte Erde und den Tod Millionen unschuldiger Menschen», so Leuthard weiter.
«Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ist ein besonders wichtiger Ort der Erinnerung. Deshalb beteiligt sich die Schweiz wie andere Länder auch am Erhalt dieser Gedenkstätte.»
Die Bundespräsidentin appelliert daher an die Menschen in der Schweiz: «Der heutige Tag, an welchem wir derjenigen gedenken, die ermordet wurden, nur weil sie einer Minderheit angehörten oder verfolgt wurden, soll unseren Blick schärfen für die Not und Verzweiflung vieler Mitmenschen, für die vielen Ungerechtigkeiten auf der ganzen Welt.»
swissinfo.ch und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch