PRESSE/Ferrostaal-Verkauf verzögert sich wegen Korruptions-Ermittlungen weiter
DÜSSELDORF (awp international) – Der vom Nutzfahrzeug- und Motorenkonzern MAN angestrebte Verkauf seiner Restbeteiligung am Industriedienstleister Ferrostaal verzögert sich laut einem Pressebericht weiter. Der Verkauf werde von den staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen der Korruptionsaffäre bei Ferrostaal aufgehalten, berichtet das «Handelsblatt» (HB/Dienstag). Mit Verweis auf das Umfeld der Unternehmen berichtet das Blatt, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München würden nicht mehr in diesem Jahr abgeschlossen. Ein Unternehmenssprecher sagte auf Anfrage, MAN stehe als Minderheitseigner nicht in direktem Kontakt mit der Staatsanwaltschaft.
MAN will seine Restbeteiligung an den neuen Ferrostaal-Haupteigner IPIC, einem staatlichen Investmentfonds aus Abu Dhabi, abgeben und hat dazu die entsprechende Verkaufsoption gezogen. Laut «Handelsblatt» ist ein Verkauf noch in diesem Jahr möglich, wenn sich MAN dazu bereit erklärt, sich an eventuellen Strafzahlungen bei Ferrostaal zu beteiligen. Aus heutiger Sicht könnte die Strafe bei 200 Millionen Euro liegen. Der MAN-Sprecher lehnte einen Kommentar dazu ab, bekräftigte aber, MAN würde gerne in diesem Jahr zu einem Ergebnis kommen. Damit sei aber nicht gemeint, dass MAN zu Zugeständnissen bereit sei. Die Staatsanwaltschaft wollte die Informationen der Zeitung gegenüber mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren./dct/wiz/tw