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DÜSSELDORF (awp international) - Der russische Gasriese Gazprom kämpft mit allen Mitteln gegen die von mehreren europäischen Energiekonzernen initiierte Nabucco-Pipeline, die Europas Abhängigkeit von russischem Gas reduzieren soll. Wie das "Handelsblatt" (Montagsausgabe) unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, hat Gazprom-Vizechef Alexander Medwedjew den Essener RWE-Konzern eingeladen, sich am Nabucco-Konkurrenzprojekt South Stream zu beteiligen. South Stream ist ein Projekt, das im Wesentlichen von Gazprom und dem italienischen Energiekonzern Eni voran getrieben wird. Würde es Gazprom gelingen, RWE aus dem Nabucco-Konsortium herauszubrechen, wäre das Projekt kaum mehr zu halten.
Nabucco soll Gas aus Ländern wie Turkmenistan und Aserbaidschan nach Westeuropa bringen. Die Verhandlungen mit den potenziellen Lieferländern gestalten sich jedoch schwierig. Trotz jahrelanger Bemühungen kann das Nabucco-Konsortium keine belastbaren Lieferzusagen für die Pipeline vorweisen. Solange dies nicht der Fall ist, kann der Bau der 3.300 Kilometer langen Pipeline, die von der türkischen Ostgrenze bis nach Österreich führen soll, nicht beginnen. Nabucco soll nach der derzeit noch gültigen Planung spätestens 2015 das erste Gas nach Westeuropa liefern.
Die Pipeline würde die Abhängigkeit von russischem Gas verringern: Ein Viertel des in Europa verbrauchten Erdgases kommt aus Russland, in Deutschland liegt der Wert sogar bei 37 Prozent. Gazprom dagegen zielt mit dem South-Stream-Projekt darauf ab, den Einfluss der Pipeline-Transitländer Weissrussland und Ukraine zu reduzieren./ang/

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