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DÜSSELDORF (awp international) - Eine mögliche Übernahme des Münchner Lastwagenbauers MAN durch die schwedische VW-Tochter Scania ist laut einem Pressebericht ins Stocken gekommen. Die Altlast Ferrostaal und ein Kartellverfahren gefährdeten die Transaktion und damit die LKW-Strategie von VW, berichtet das "Handelsblatt" am Mittwoch. VW hält 29 Prozent an MAN und 70 Prozent der Scania-Stimmen.
Der erste Stolperstein heisse Ferrostaal. Eigentlich hatte MAN das in einen der grössten Schmiergeldskandale der deutschen Wirtschaftsgeschichte verwickelte Unternehmen an den arabischen Staatsfonds IPIC verkauft, nur 30 Prozent liegen noch bei MAN. Doch seitdem die Münchener Staatsanwaltschaft in der Korruptionsaffäre ermittelt, drohten die Araber mit Rückabwicklung.
Ein Schiedsverfahren läuft zwar, aber die finanziellen Folgen der Affäre sind für MAN dem Bericht zufolge nicht mehr absehbar. "Dieses Risiko kann Volkswagen nicht auf Scania übertragen", zitiert das Blatt aus Verhandlungskreisen. Im Klartext bedeute das: Solange der Rechtsstreit laufe, liege die Übernahme auf Eis. Bis zu einem Richterspruch könnten jedoch noch Jahre vergehen, berichtet die Zeitung.
Sprengkraft stecke zudem in den Untersuchungen der EU-Kommission, die Mitte Januar die führenden sechs europäischen Lkw-Hersteller durchsuchen liess, darunter auch MAN und Scania. Die Kommission wirft der Branche vor, in der Wirtschaftskrise Lkw-Preise abgesprochen zu haben.
Das Verhältnis von MAN und Scania gilt als nicht einfach. 2007 war ein Übernahmeversuch von MAN bei Scania gescheitert. Treibende Kraft war der ehemalige Scania-Manager und damalige MAN-Chef Håkan Samuelsson, der Ende 2009 den Konzern wegen einer Schmiergeldaffäre verliess. Seither hatte es immer wieder Berichte über eine Übernahme oder Fusion gegeben. Im vergangenen November hatte Scania dann mitgeteilt, es prüfe eine Fusion mit MAN./stb/ksb/tw

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