PRESSE/Roche-VRP Humer möchte weiterhin Akquisitionen tätigen
Basel (awp) – Roche-Verwaltungsratspräsident Franz Humer will weiterhin «strategisch sinnvolle» Akquisitionen in den Bereichen Pharma und Diagnostika tätigen. «Wir haben genügend Cash für kleinere Akquisitionen, ohne unser Credit Rating zu belasten», sagte Humer in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Bilanz (Ausgabe 11/2010). Weitere Übernahmen in der Grösse der US-Tochter Genentech schloss er allerdings aus.
Engpässe für eine Grossübernahme wegen der Mehrheitsbesitzer, den Familien Oeri und Hoffmann, stritt Humer allerdings ab. Die Besitzerstruktur sei ein strategischer Vorteil, da sie dem Unternehmen Stabilität verleihe. Er sehe seine Aufgabe auch darin, die nächste Generation wieder an das Unternehmen zu binden.
Dass das von Novartis gekaufte Paket von 30-Prozent der Roche-Aktien blockiert ist, sei «nicht das Problem von Roche», sagte Humer weiter. Der Konkurrentin Novartis einen Sitz im Verwaltungsrat einzuräumen sei aber «nicht möglich», stellte er klar. Roche und Novartis hätten sich strategisch unterschiedlich entwickelt – und beide seien erfolgreich. «Ich bin überzeugt, das ist für beide Unternehmen besser».
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