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Bern (awp) - UPC-Cablecom-Chef Eric Tveter wirft der Konkurrentin Swisscom vor, die Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem Bau des Glasfasernetzes nicht richtig zu informieren. "Die Swisscom stellt es so dar, als sei es auch für UPC Cablecom unausweichlich, Glasfasernetze bis in die Wohnungen zu legen. Doch das stimmt nicht", sagte Tveter der "Berner Zeitung" (Ausgabe 31.05.).
Der Telekomkonzern baut derzeit an der neuen Infrastruktur, teils in Kooperation mit Elektrizitätswerken, und will damit deutlich höhere Bandbreiten erreichen. Der Kabelnetzbetreiber sieht dafür hingegen noch keinen Bedarf. "Mit 100 Megabit sind unsere Netze noch lange nicht ausgelastet. Die Öffentlichkeit erhält hier einen falschen Eindruck", so Tveter weiter.
Die Milliardenkosten für den Glasfaserausbau müssten letzten Endes die Steuerzahler und die Konsumenten tragen, kritisierte der UPC-Cablecom-CEO die Ausbaupläne. "Wir sind deshalb froh, dass die Wettbewerbskommission die geplanten Glasfaserprojekte genau unter die Lupe nimmt", erklärte er.
Beim eigenen Netzausbau komme UPC Cablecom die Finanzkraft der Mutterfirma Liberty Global zugute. "Dieses Jahr etwa können wir wiederum 200 Mio CHF in unser Netz in der Schweiz investiere", sagte Tveter.
Was den Digital-TV-Markt angeht, gibt sich der CEO optimistisch. Ein reiner Vergleich der Kundenzahlen von UPC Cablecom und Swisscom hinke, betonte er. "Swisscom erreicht geografisch 50% mehr Wohnungen als wir. Für einen echten Vergleich müssten deshalb die Kundenzahlen aller 240 Kabelnetzbetreiber im Land herangezogen werden", so Tveter.
Dann sehe man, dass die Kabelbranche ihren Vorsprung von mehreren Hunderttausend Kunden im ersten Quartal sogar ausbauen konnte. "Was uns betrifft: Mit über 30'000 neuen Kunden im Digitalfernsehen sind wir so gut wie noch nie ins neue Jahr gestartet", sagte er.
cc/cf

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